Hannover, 21.01.2008. Im vierten Jahr seit Gründung der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG (NPorts) steigt das Investitionsvolumen in die Hafeninfrastruktur der niedersächsischen Seehäfen voraussichtlich auf rund 100 Mio. Euro. Auf der Jahrespressekonferenz des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr verglich Gerd Meyer-Schwickerath, Geschäftsführer von NPorts, diese Zahl für 2008 mit den Investitionen aus dem Jahr 2005: „Im Gründungsjahr von NPorts konnten wir nur rund 3 Mio. Euro in Hafenbaumaßnahmen investieren. Der deutliche Anstieg der Investitionen für das Jahr 2008 ist ein klares Bekenntnis zur wirtschaftlichen Bedeutung der niedersächsischen Seehäfen, wir können dadurch mit dem rasanten Wachstum in den Häfen Schritt halten.“ Die Realisierung der Investitionen ist teilweise noch abhängig von der Erteilung des entsprechenden Baurechts. Bereits 2007 wurden durch NPorts Maßnahmen im Umfang von 25 Mio. Euro realisiert. Wesentliche Vorhaben sind in diesem Zusammenhang die Hafenerweiterung Nord in Brake, die Erweiterung des Nordwest-Kais in Stade-Bützfleth, die Sanierung des Wangeroogkais in Wilhelmshaven, die Verbesserung der Verkehrsanbindung des Borkumkais in Emden, der Ausbau der Immobilie für die Deutsche Salzfischunion in Cuxhaven und die Beschaffung eines Wasserinjektionsgerätes. Darüber hinaus wurde in notwendigen Grunderwerb investiert sowie Projektplanungen vorangetrieben. Meyer-Schwickerath betonte, dass den eigenen Investitionen umfangreiche Investitionen der Kunden in die Errichtung und den Ausbau ihrer Umschlagsanlagen folgen. NPorts hat im vergangenen Jahr sowohl in der Vorarbeit als auch in der Realisierung von Projekten erneut die langfristige Entwicklung der Standorte in den Mittelpunkt gerückt. In Brake begannen der Bau der 270 m langen Kaimauer und die Herstellung des 26 ha großen Hafenerweiterungsgebietes. Parallel dazu bereitet NPorts die Errichtung eines zweiten Großschiffsliegeplatzes an dieser Stelle vor. Der in 2006 begonnene Bau der Schwerlastplattform in Cuxhaven ist nahezu abgeschlossen. Der Offshore-Hafen mit ca. 11 ha. Hafenfläche und einer 400 m langen Kainanlage mit drei Liegeplätzen kann unmittelbar nach Erteilung des notwendigen Baurechts hergestellt werden. In Emden wird der Schwerpunkt im kommenden Jahr auf der Grundinstandsetzung der Nesserlander Schleuse liegen. Die Detailplanung wurde im vergangenen Herbst abgeschlossen und daraufhin die entsprechenden Genehmigungsverfahren eingeleitet. Für den Fährverkehr nach Juist und Norderney wird in Norddeich die verkehrliche Umstrukturierung des Terminalbetriebes in Zusammenarbeit mit unserem Kunden erfolgen. Der Bau des Nordwest-Kais in Stade-Bützfleth wurde 2007 begonnen, eine Inbetriebnahme ist für Ende 2008 vorgesehen. Das Planfeststellungsverfahren zur Großen Hafenerweiterung an diesem Elbehafen wird weiter vorangetrieben. Für die Ertüchtigung der Niedersachsenbrücke erwartet NPorts in den nächsten Wochen die Plangenehmigung, so dass dann die Baumaßnahme begonnen werden kann. Bei den Ansiedlungen stehen nach wie vor Projekte aus dem Bereich der konventionellen und regenerativen Energien im Zentrum. „Besonders freuen wir uns über die Standortentscheidung von Electrabel Deutschland AG, die auf unseren Flächen auf dem Rüstersieler Groden in Wilhelmshaven ein Kohlekraftwerk im Volumen von mehr als 1 Mrd. Euro errichten werden“, erklärte Meyer-Schwickerath. Weiterhin wurde in Brake ein Vertrag zur Ansiedlung einer Bio-Raffinerie zur Produktion von Bio-Ethanol und weiterer Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen abgeschlossen. Die Ansiedlung der Cuxhaven Steel Construction GmbH zur Produktion von Gründungselementen für Offshore-Windenergieanlagen in Cuxhaven zieht in Stufen ca. 120 Mio. Euro Investitionen durch das Unternehmen nach sich.