NPorts investiert 2009 rund 124 Mio. Euro in die Infrastruktur der landeseigenen Seehäfen
Hannover, 29. Januar 2009. Der Ausbau der niedersächsischen Seehäfen wird auch in 2009 konsequent fortgeführt. Auf der Jahrespressekonferenz der niedersächsischen Seehäfen informierte der Geschäftsführer von Niedersachsen Ports GmbH Co. KG (NPorts), Gerd Meyer-Schwickerath, darüber, dass 2009 insgesamt über 124 Mio. Euro in die Infrastruktur der Häfen fließen werden. Davon wird das Land Niedersachsen 94 Mio. Euro zur Finanzierung der Investitionen bereitstellen. Ergänzend werden Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Kredite, die NPorts aufnimmt, zur Finanzierung des anspruchsvollen Ausbauprogramms eingesetzt. „Gerade in dieser durch die Finanzkrise geprägten Zeit schaffen diese langfristig wirkenden Investitionen Sicherheit und Vertrauen in die guten Perspektiven der Wirtschaftsachse Küste“, betonte Gerd Meyer-Schwickerath.
Im Hafen Brake wird in wenigen Monaten die erste Stufe der Norderweiterung vollendet. Demnächst soll bereits der Bau des noch fehlenden zweiten Großschiffsliegeplatzes begonnen werden. Dieses wurde durch eine Kooperations- und Darlehensvereinbarung zwischen der Salzgitter-Gruppe und NPorts vorzeitig ermöglicht, die im Dezember des vergangenen Jahres unterzeichnet wurde. Der Bau wird voraussichtlich im April beginnen.
Die Häfen in Cuxhaven und Emden werden durch den stürmischen Ausbau von Produktions- und Montagekapazitäten für Offshore-Windenergieanlagen langfristig sehr positive strukturelle Arbeitsmarkteffekte erzielen. In beiden Standorten werden die Voraussetzungen für den Umschlag dieser Anlagen weiter verbessert. So wird in Cuxhaven in diesem Jahr der Offshore-Basis-Hafen fertig gestellt und im ersten Quartal in Betrieb genommen. Um den weiteren Ausbau von Produktionskapazitäten und weitere Ansiedlungen von Unternehmen der Windenergiebranche zu ermöglichen, wird ein großes Entwässerungssiel - die Baumrönne – verlegt.
In Emden werden insbesondere brachliegende Flächen von Altlasten saniert und einer Nutzung für Produktion und Umschlag von Windanlagen sowie zur Aufstellung von PKW zugeführt. NPorts plant, in Emden den Bau der Nesserlander Schleuse in diesem Jahr zu beginnen.
In Wilhelmshaven wird der Ausbau der Niedersachsenbrücke einen deutlichen Zuwachs im Umschlag von Importkohle in den kommenden Jahren hervorrufen.
Zufrieden zeigte sich Meyer-Schwickerath mit der wirtschaftlichen Entwicklung von Niedersachsen Ports, die im vierten Jahr in Folge positiv verlief. „NPorts hat die mit der Privatisierung von der Landesregierung erwarteten finanziellen Ziele vollumfänglich erreicht“, berichtete Meyer-Schwickerath nicht ohne Stolz. So wird das zahlungswirksame Ergebnis der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 voraussichtlich um ca. 7 Mio. Euro besser sein als zum Zeitpunkt der Privatisierung vor vier Jahren. Auch die interne Organisationsverbesserung bei NPorts trägt Früchte.
NPorts hat im Jahr 2008 insgesamt 87 Mio. EUR in den Ausbau seiner Häfen investiert. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag im Bau des Offshore-Hafens Cuxhaven, der Norderweiterung Brake, dem Ausbau des Nordwestkais in Stade-Bützfleth sowie der Erneuerung des Eisenbahndeichschartes in Emden und der Altlastensanierung von Flächen im Hafen Emden. Mit der Ansiedlung der Ambau GmbH in Cuxhaven im Jahr 2008 hat sich nach der erfolgreichen Ansiedlung der Cuxhaven Steel Construction GmbH im Jahr 2007 ein weiteres Unternehmen im Hafen niedergelassen, das sich mit der Produktion von Turmelementen für Offshore-Windenergieanlagen befasst. Damit sind in Cuxhaven in den letzten beiden Jahren über 500 Arbeitsplätze entstanden.
Hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung blickt NPorts dem Jahr 2009 vorsichtig optimistisch entgegen. „Für dieses Jahr gehen wir nach Gesprächen mit unseren Kunden davon aus, dass die konjunkturbedingten negativen Entwicklungen in Teilen von konjunkturunabhängigen positiven Entwicklungen aufgefangen werden“, erläuterte Meyer-Schwickerath. Bereits im Jahr 2008 konnte sich die wirtschaftliche Leistung in den NPorts-eigenen Häfen entgegen dem allgemeinen Trend behaupten. „Das beweist, dass unsere Häfen wettbewerbsfähig sind. Wir werden die Häfen weiter strategisch ausrichten“, sagte Meyer-Schwickerath. Zusammen mit den Kommunen und weiteren Kooperationspartnern werden zurzeit Hafenentwicklungskonzepte für Emden und Cuxhaven erarbeitet.