Hirche: Investitionen schaffen Wachstum - gesamte Küsten-Region profitiert
BRAKE/HANNOVER. In Brake haben die Arbeiten zur Erweiterung des Seehafens begonnen. „Mit den Investitionen in die Hafenerweiterung Nord schaffen wir in Brake die Voraussetzungen für weiteres Wachstum“, erklärte Wirtschaftsminister Walter Hirche heute beim Besuch der Baustelle. Die Landesregierung habe die hohe Dringlichkeit der Hafenerweiterung erkannt und werde deshalb in den Jahren 2007 bis 2009 zusätzlich 25 Millionen Euro für die Baumaßnahme im Haushalt bereitstellen, teilte der Minister mit. Neben dem geplanten Container-Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven dürften die anderen Seehäfen nicht vernachlässigt werden. Hirche: „Von gut aufgestellten Häfen profitiert die gesamte Region.“
In Vorbereitung des Ausbaus werden zurzeit 2,1 Millionen m³ Sand zur Aufhöhung der zukünftigen Hafenflächen aufgespült. Das Material wird aus dem Bereich der neuen hafenbezogenen Wendestelle in Bremerhaven vor dem Containerterminal entnommen und nach Brake geliefert. Zu diesem Zweck verkehren zwei Hopperbagger auf der Unterweser zwischen Bremerhaven und dem Spülfeld in Brake.
Diese Sandlieferung aus Bremerhaven nach Brake wurde bereits Mitte 2005 zwischen den Hafengesellschaften Bremenports und Niedersachsen Ports vereinbart. Der besondere Vorteil für Bremenports lag in der Beschleunigung des Genehmigungsverfahrens für den Bau der hafenbezogenen Schiffswendestelle. Auf der anderen Seite profitiert Brake von der kurzfristigen Lieferung der Sandmenge für den geplanten Hafenbau.
Innerhalb von weniger als 3 Monaten wird die gesamte Hafenfläche Nord um etwa 5 Meter erhöht. Der erste Rammschlag für die eigentliche Kaianlage ist für das zweite Quartal 2007 vorgesehen. Das erste Schiff soll bereits Anfang 2009 anlegen können.
Die Norderweiterung des Hafen Brake schafft insgesamt ca. 30 Hektar zusätzliche Fläche, einen Schiffsliegeplatz mit 270 Meter Kailänge und die erforderliche Straßen- und Gleisinfrastruktur. Das Gesamtinvestitionsvolumen für den Ausbau beträgt 37,5 Millionen Euro. Nach dem Ausbau umfasst der Seehafen Brake ca. 110 Hektar Land- und 20 Hektar Wasserfläche. Der seewärtige Güterumschlag lag im Jahr 2005 bei 5,4 Millionen Tonnen.
Niedersachsen Ports ist als Hafeninfrastrukturgesellschaft Eigentümer des Seehafens Brake. Hafenprägendes Umschlagunternehmen ist das Unternehmen J. Müller. Wichtigste Umschlaggüter sind Futtermittel und Getreide, Stahl und Eisen, Zellstoff, Schwefel und Bauteile von Windenergieanlagen.
Seit dem Jahr 2003 erfährt der Hafen einen starken Zuwachs im Güterumschlag. Herausragend ist dabei der Export von Schnittholz in die USA, der sich als Neugeschäft bis auf ein Volumen von ca. 1,0 Millionen Tonnen im Jahr 2005 gesteigert hat. Der Bedarf an Hafenflächen ist mit diesem Geschäft überproportional gewachsen. Der Hafen stößt jetzt an seine Kapazitätsgrenzen.
Kontakt: Andreas Beuge (MW) Telefon 0511 120-5426
Matthias Dornblüth (Niedersachsen Ports, Niederlassung Brake) Telefon 04401 925-444
Minister Hirche besichtigt Spülfeld für Norderweiterung in Brake (v. l. n. r. Jan Müller Geschäftsführer J. Müller, Brake, Matthias Dornblüth, Niederlassungsleiter Niedersachsen Ports, NL Brake, Wirtschaftsminister Walter Hirche, Jürgen Holtermann, Geschäfts- führer Bremenports, Gerd Meyer-Schwickerath, Geschäftsführer Niedersachsen Ports)