Zweiter Gemeinschaftsauftritt auf größter Gewerbeimmobilienmesse in München
Tiefwasserhafen ist Magnet für den Nordwesten
München, 23. Oktober 2006. Niedersachsen glaubt die strukturellen Nachteile in seinem Nordwesten auch mit Hilfe des zu bauenden Container-Tiefwasserhafens JadeWeserPort in Wilhelmshaven überwinden zu können. Das sagte am heutigen Montag der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium des Landes, Joachim Werren, auf der führenden Gewerbeimmobilienmesse EXPO REAL in München. Werren wies im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf dem Stand der NordWest Group, in der neben dem JadeWeserPort, Niedersachsen Ports und der IPA, als Ansiedlungsagentur des Landes Niedersachsens, u. a. acht Gebietskörperschaften vereinigt sind, auch darauf hin, dass die maritime Verbundwirtschaft der Schlüssel zum Erfolg in dieser Region sein wird. Vier konkrete Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 5,4 Mrd. Euro machen deutlich, dass hier ein europäischer Investitionsschwerpunkt entsteht, der maßgeblich für die wirtschaftliche Entwicklung im Nordwesten ist.
Das Land habe erkannt, dass neben den maritimen Logistikportalen seiner Seehäfen weitere Logistikaktivitäten entwickelt werden müssen. Eine dieser Aktivitäten sei die Logistikinitiative Niedersachsen, die sich speziell um diesen schnell wachsenden Wirtschaftszweig kümmere. So hat eine jetzt von der Initiative vorgelegte Untersuchung ergeben, dass in den vergangenen sechs Jahren „logistikaffine“ Investitionen in Höhe von zwei Milliarden Euro, 16.000 Arbeitsplätze in Niedersachsen gesichert und 8.500 neu geschaffen haben. Da die Hälfte dieser speziellen Investitionen der Entwicklung des nationalen und internationalen Marktes dienen, kann nach Meinung des Staatssekretärs davon ausgegangen werden, dass sich Niedersachsen dadurch eine Sonderstellung in Europa erarbeitet habe.
Die NordWest Group, die sich vor allem die Vermarktung von Industrieansiedlungsflächen im Nordwesten auf die Fahnen geschrieben hat, präsentiert in München Projekte, bei denen die Verbindung der zukunftsweisenden Infrastruktur vor Ort mit den vorhandenen Kompetenzen deutlich wird. Neben dem Tiefwasserhafen JadeWeserPort und den Milliardeninvestitionen der Chemie- und Energieindustrie in Wilhelmshaven werden starke Wachstumsimpulse auch von den Projekten entlang der Ems-Achse mit der A31, der geplanten Küsten-Autobahn A22 und vom Ausbau der Hansalinie A1 erwartet. Hinzu kommt ein bestehendes Kompetenzportfolio auf dem Gebiet der Hafen-, Schifffahrts- und Offshorelogistik sowie in den Wachstumsbranchen Energie, Luftfahrt, Kunststoff, Automotive, Ernährung und Medizintechnik.