Niedersachsen Ports legt Grundsteine für Häfenwachstum
Unternehmen schaffen in der Folge mehr als 700 Arbeitsplätze in den Häfen
Hannover, 18.01.2007. Der Geschäftsführer von Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG, Gerd Meyer-Schwickerath, berichtet auf der Jahrespressekonferenz des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr von einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung in 2006: „Einerseits freuen wir uns besonders über die gestiegene Auslastung der Hafenanlagen durch unsere Kunden, andererseits werden durch die Ansiedlung von Unternehmen langfristige Wachstumsimpulse in unseren Häfen gesetzt."
Eine sehr dynamische Entwicklung vollzieht sich derzeit im Bereich der Nutzung von regenerativen Energien, von der die Häfen von Niedersachsen Ports profitieren. In Emden konnten die Verhandlungen mit mehreren Unternehmen über ihre Ansiedlung zum Abschluss gebracht werden. Sie errichten Anlagen zur Produktion, Handel und Verarbeitung von Biodiesel im Ölhafen. Seit 2005 werden Betonturmteile für Windenergieanlagen im Hafen gefertigt und verschifft. Seit Juli 2006 erfolgt an diesem Standort zusätzlich die Vorbereitung zur Fertigung von Rotorblättern und weiteren Komponenten für Windenergieanlagen. Neben dem Neubau einer Produktionsstätte wurden von einem Kunden die freigewordenen Hallen der Schenker Automotive Logistic für diesen Zweck übernommen. Geplant ist außerdem die Expansion der Flächennutzung zur Verschiffung von Rotorblättern aus niedersächsischer Produktion.
In Cuxhaven konnten insolvenzbedingte Ausfälle im fischverarbeitenden Gewerbe durch die Ansiedlung neuer Fischproduktionen kompensiert werden. Erfolgreich verhandelt wurde auch ein Hafenbetreibervertrag, der die Voraussetzung für den Ausbau des Nordwest-Kais in Stade-Bützfleth ist. Durch den Ausbau entstehen zusätzlich drei Hektar Umschlagsfläche.
„Besonders positiv bewerten wir die Schaffung von ca. 500 Arbeitsplätzen, die sich aus diesen Ansiedlungen in den kommenden drei Jahren ergeben sollen" erläutert Meyer-Schwickerath.
Niedersachsen Ports konnte 2006 Investitionsmaßnahmen mit einem Volumen von insgesamt 19 Mio. EUR in den verschiedenen Hafenstandorten verwirklichen. Als einen wesentlichen Baustein für das zukünftige Wachstum der Gesellschaft benennt Meyer-Schwickerath die Norderweiterung im Hafen Brake. Die notwendigen Sandaufspülungen wurden Ende 2006 abgeschlossen. In der in 2007 folgenden Bauphase werden das neue Terminal mit einer Größe von 26 Hektar und die Verkehrsinfrastruktur errichtet; geplante Inbetriebnahme ist in 2009.
Im Dezember 2006 wurde die Hafenrandstraße in Emden fertig gestellt, die die im Jarßumer Hafen ansässigen Produktionsunternehmen von Windkraftanlagen an das Straßennetz anbindet. Ebenso wurde im Jahre 2006 in Kooperation mit der Stadt Cuxhaven der Bau der für den Umschlag von Offshore-Windkraftanlagen benötigten Schwerlastplattform in Cuxhaven begonnen. Weiterhin wurde der Bau des Westkais in Bensersiel abgeschlossen.
In den genannten Investitionen sind die Planungs- und Vorbereitungskosten für die großen zukünftigen Investitionsvorhaben von Niedersachsen Ports enthalten. Hierbei handelt es sich um fünf Projekte mit einem Investitionsvolumen von mehr als 110 Mio. EUR. Neben der Norderweiterung des Hafens Brake erfolgt die Errichtung eines vierten Liegeplatzes in östlicher Anbindung an den Europakai in Cuxhaven (CuxPort). Niedersachsen Ports hat den Antrag auf Planfeststellung gestellt. Als weitere Projekte in diesem Zusammenhang nennt Meyer-Schwickerath den Ausbau des Nordwest-Kais in Stade-Bützfleth, die geplante Ertüchtigung der Niedersachsenbrücke in Wilhelmshaven für den Umschlag von Importkohle sowie die Errichtung eines weiteren Liegeplatzes für den Pkw-Umschlag in Emden. Diesen Investitionen folgen Investitionen der Betreibergesellschaften in die notwendigen Umschlagsanlagen in etwa gleicher Höhe. Niedersachsen Ports rechnet hierdurch mit der langfristigen Schaffung von weiteren gut 200 Arbeitsplätzen bei den Umschlagsgesellschaften.
Niedersachsen Ports erhält vom Gesellschafter Land Niedersachsen sowohl bedarfsgerecht Zuschüsse für die Investitionen als auch Zuschüsse zum laufenden Betrieb der Seehäfen. Der im Haushaltsplan des Landes Niedersachsen veranschlagte Betriebskostenzuschuss in Höhe von 17,3 Mio. EUR konnte im Jahr 2006 um 3,2 Mio. EUR unterschritten werden.
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