Ministerpräsident Wulff löst ersten Rammschlag zur Hafenerweiterung in Brake aus
Fotos : NPorts/ Nicole Buczior (Download auf der Seite Downloads)
Bauprojekt zur Norderweiterung im Zeit- und Kostenplan
Brake, 21.09.2007. Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff hat am Freitag den ersten Rammschlag auf der Baustelle der Norderweiterung im Hafen Brake ausgelöst. Damit beginnt die entscheidende Bauphase, in der in den nächsten Wochen die neue Kaimauer errichtet wird. Mit der Norderweiterung entstehen im Hafen insgesamt rund 30 Hektar zusätzliche Lagerfläche, ein erster Großschiffsliegeplatz mit 270 Meter Kailänge und die erforderliche Straßen- und Gleisinfrastruktur. Das Gesamtinvestitionsvolumen für das Vorhaben beträgt 37,5 Millionen Euro. „Wir freuen uns, dass Sie sich vor Ort vom Ausmaß der Baumaßnahme und von unserer Leistungsfähigkeit überzeugen“, begrüßt Gerd Meyer-Schwickerath, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG, den Ministerpräsidenten Christian Wulff und die rund 200 geladenen Gäste. In seinem Grußwort betont Ministerpräsident Wulff die Bedeutung der Hafenstandorte als Wirtschaftsräume und die Notwendigkeit, in alle niedersächsischen Seehäfen kräftig zu investieren. So sehen der Haushaltsplanentwurf 2008 und die mittelfristige Finanzplanung bis 2013 zusätzliche Investitionsmittel von über 200 Millionen Euro für den Hafenbau in Niedersachsen vor. Das Beispiel Brake zeige, dass der Bedarf an Hafenflächen überproportional gewachsen sei, erklärt der Ministerpräsident. „Bereits vor der Fertigstellung spüren wir die Wirkung der Baumaßnahme, die Nachfrage nach den hafennahen Flächen ist groß“ erläutert Meyer-Schwickerath. Aufgrund der zu erwartenden hohen Auslastung der Hafenanlage prüft Niedersachsen Ports den zeitnahen Bau eines zweiten Liegeplatzes für Großschiffe. Die jetzige Bauplanung sieht eine Kaje vor, die Platz für ein Großschiff und ein Binnenschiff bietet. Bei einer Verlängerung der Kaianlage um 180 m kann bei einer Gesamtlänge von 450 m eine zeitgleiche Abfertigung von zwei Großschiffen erfolgen. Damit kann die gesamte dahinter liegende Hafenfläche bedient und die Konzentration von Ladungsmengen auf den Hafen optimiert werden. Auf die Notwendigkeit eines zweiten Liegeplatzes weist auch Jan Müller, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe J. Müller in seiner Rede hin. J.Müller ist am Standort Brake das hafenprägende Umschlagunternehmen. „Aus Gesprächen mit Kunden weiß ich, dass eine gleichzeitige Abfertigung von zwei Großschiffen gewünscht wird.“ Während einer geführten Baustellenbesichtigung konnten sich die Gäste von dem Umfang der Baumaßnahmen überzeugen. 2006 wurden für die erweiterten Hafenflächen 2,1 Millionen Kubikmeter Wesersand im Bereich des Boitwarder Außengrodens aufgespült und im Mai 2007 damit begonnen, den überschüssigen Boden im Bereich der zukünftigen Kaje abzutragen und landeinwärts als Dammbauwerk im Zuge der Gleisanbindung wieder einzubauen. Wasserseitig ist bereits eine temporäre Baugrubenwand als Hochwasserschutz errichtet, hinter der die Hauptkaje hergestellt wird. Am Ende der Baumaßnahme wird die Baugrubenwand wieder entfernt, die Liegewanne vor der Kaje hergestellt und der Liegeplatz mit Fendern, Poller und Leitern ausgerüstet. Die Bauarbeiten für die Kaje der ersten Ausbaustufe wurden Anfang 2007 europaweit ausgeschrieben. Den Bauauftrag für diese Maßnahme erhielt eine Arbeitsgemeinschaft aus den Firmen Tiefbau GmbH Unterweser (TAGU) und F+Z Baugesellschaft mbH auf einen Sondervorschlag im April 2007. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Bauarbeiten. Wir liegen sowohl im Zeitplan als auch innerhalb unseres geplanten Kostenrahmens“, betont Matthias Dornblüth, Niederlassungsleiter von NPorts in Brake. Anfang 2009 soll die Kaianlage in Betrieb genommen werden.