Ansiedlungsvertrag mit STRABAG Offshore Wind GmbH unterzeichnet
Cuxhaven, 17.03.2010. Die Ansiedlungsverhandlungen zwischen der STRABAG Offshore Wind GmbH, der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG und CuxHafEn GmbH Cuxhavener Hafen Entwicklungsgesellschaft wurden am Montag den 15.3.2010 in Cuxhaven zu einem positiven Abschluss gebracht.
Damit setzt sich nach der offiziellen Erö
ffn ung der Offshore Basis Cuxhaven vor fast genau einem Jahr und kurz nach der Planfeststellung für die Erweiterung des Offshore Terminals Ende Februar 2010 die Erfolgsgeschichte der Offshore Basis Cuxhaven fort.
Für NPorts unterzeichneten der Geschäftsführer Dr. Jens-Albert Oppel und der Niederlassungsleiter Hans-Gerd Janssen, seitens der CuxHafEn GmbH die Geschäftsführer Dr. Hans-
Joachim Stietzel und Erich Schruff den Erbbaurechtsvertrag. Dirk Leibfried unterschrieb für die STRABAG Offshore Wind GmbH.
Die STRABAG Offshore Wind GmbH wird in Cuxhaven auf einem fast 50 ha großen Gelände direkt am seeschifftiefen Wasser die Produktionsstätten für die Schwerlastfundamente errichten, die in den zukünftigen Offshore-Windparks in der Nordsee als Gründung eingesetzt werden sollen. Die gewaltigen Ausmaße von 40 x 40 m und Gewichte von bis zu 6000 t dieser Fundamente erfordern eine spezielle Fertigungs- und Transportlogistik. Das bisher einzigartige Konzept von STRABAG sieht vor, dass die komplette Montage von Offshore-Windenergie Anlagen an Land erfolgt. Das bedeutet, dass auf das Betonfundament sowohl der Stahlturm aufgesetzt als auch die Turbine und die Flügel angebracht werden. Diese gesamte Anlage wird dann mit Schwerlastfahrzeugen zur Kaikante transportiert, dort von einem Spezialschiff aufgenommen und zu den Windparks in der Nordsee gebracht. Dieses Konzept vermeidet die arbeitsintensiven und stark wetterabhängigen Montagearbeiten im Offshore-Bereich. Für die Produktionsstätte in Cuxhaven und für das Spezialschiff wird STRABAG über 300 Mio. € investieren. In einer ersten Ausbauphase ist die Schaffung von bis zu 500 Arbeitsplätzen in den nächsten Jahren geplant.
Der Standort Cuxhaven ist in den vergangenen Jahren mit Unterstützung des Landes Niedersachsen zum führenden Offshore-Basishafen in Deutschland entwickelt worden. Für den weiteren Ausbau der Offshore Basis Cuxhaven stellt das Land in den nächsten zwei Jahren erhebliche Mittel zur Verfügung. Allein 65 Mio. € sind für die östliche Erweiterung des Offshore-Terminals vorgesehen, mit der die landeseigene Hafengesellschaft NPorts noch in dieser Woche beginnen wird. Die Erschließung von über 75 ha Industrie- und Gewerbefläche für die Unternehmen der Offshore-Industrie durch die CuxHafEn GmbH wird von Land und Bund gemeinsam mit rund 31 Mio. € gefördert. Die CuxHafEn GmbH wird dafür zusätzlich Eigenmittel von bis zu 8 Mio. € einsetzten.
Zusammen mit den Investitionen von STRABAG in Cuxhaven werden von privater als auch von öffentlicher Seite in den nächsten Jahren damit mehrere Hundert Mio. Euro investiert, verbunden mit allen positiven ökonomischen Effekten für die Wirtschaftsregion und den Arbeitsmarkt in Cuxhaven
„Das Ansiedlungsvorhaben von STRABAG in Cuxhaven hat eine außerordentliche hohe wirtschafts-, struktur- und energiepolitische Bedeutung“, betont Wirtschaftsminister Jörg Bode. „Der Ausbau der Offshore Basis Cuxhaven ist nicht nur für diese Region eines der wichtigsten Infrastrukturvorhaben. Die Offshore-Industrie wird weitere Wachstumsimpulse für den gesamten niedersächsischen Küstenraum auslösen.“ Minister Bode und sein Staatssekretär Dr. Oliver Liersch haben in den vergangenen Wochen erreicht, dass sich private Investoren bei der Verlagerung des Offshore-Windenergie-Testfelds von Cuxhaven nach Langen engagieren. Die Beseitigung der Testanlagen von ihren derzeitigen Standorten ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass die Ansiedlungsflächen STRABAG zur Verfügung gestellt werden können.
Oberbürgermeister Stabbert: „Mit dieser Ansiedlung wird der Aufbruch Cuxhavens in das Offshore-Zeitalter mit großen Schritten fortgesetzt. Ich danke allen Akteuren für ihren Beitrag zu diesem komplexen Ansiedlungsprojekt, bei dessen weiterer Realisierung alle Beteiligten im selben positiven Teamgeist wie bisher kooperieren werden. Dem Land Niedersachsen und dem Unternehmen STRABAG sind wir für die hohen Investitionen in die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Cuxhaven zu großem Dank verpflichtet.“