Meine Zeit bei NPorts

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Volontärin Vanessa Afken
#Beschäftigte&Sicherheit|  5 Min.

Meine Zeit bei NPorts

Was ist eigentlich ein Volontariat und was macht man da? Unsere ehemalige Redaktionsvolontärin Vanessa Afken erzählt von ihren Erfahrungen.

 

 

Im Oktober 2019 startete mein zwei-jähriges Volontariat bei NPorts. Als ich damals Familie und Freunden davon erzählte, schaute ich oft in fragende Gesichter. „Ist das ein Praktikum?“ oder „Wirst du überhaupt dafür bezahlt“ waren häufig gestellte Fragen. Deswegen vorab erstmal eine kurze Definition, was ein Volontariat ist und warum ich mich dafür entschieden habe.

 

Was, Warum und Wie?

Ein Volontariat ist im Grunde eine kleine Berufsausbildung, die mindestens 12 Monate und maximal 24 Monate dauert. In der Medienbranche, sprich in journalistischen Bereichen wie Tageszeitungen, Buchverlagen, Radio-und Fernsehsendern aber auch in Pressebüros von (staatlichen) Unternehmen ist ein Volontariat der häufige Berufseinstieg. Voraussetzung ist in den meisten Fällen ein abgeschlossenes Studium.
Ziel des Volontariats ist das Erlernen und Anwenden journalistischer Grundlagen, grob zusammengefasst: Schreiben, Recherchieren und Redigieren. Da das Aufgabenspektrum im Medienbereich groß ist und sich je nach Unternehmen und Branche stark voneinander unterscheiden kann, absolviert jeder Volontär und jede Volontärin mindestens ein auswärtiges Praktikum. So können auch andere Seiten der Kommunikation kennengelernt werden.
Ich entschied mich für das Volontariat, da ich mich für Presse-und Öffentlichkeitsarbeit interessiert habe, jedoch etwas Fachfremdes studiert und bis dato im Marketingbereich gearbeitet hatte. Da mir das Fachwissen fehlte, um beruflich in diesem Bereich Fuß zu fassen, entschied ich mich für diese kleine Berufsausbildung.
Um also die eingangs gestellten Fragen zu beantworten: Nein, ein Volontariat ist kein Praktikum und natürlich wird man bezahlt, da man letztendlich eine vollwertige Arbeitskraft ist. Das Gehalt eines Volontärs ist nicht festgelegt und kann stark variieren, NPorts bietet hier den klaren Vorteil einer tariflichen Bezahlung.

 

Viel gelernt & viel erlebt

Wenn ich die letzten zwei Jahre Revue passieren lasse, kann ich ehrlich sagen, dass es eine spannende und lehrreiche Zeit gewesen ist, die ich nicht missen möchte. Ich war in der Abteilung „Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit“ der Zentrale in Oldenburg angesiedelt. Meine Vorgesetzte, Pressesprecherin Dörte Schmitz und meine Kollegin Katja Mädler haben mich von Anfang an als vollwertiges Teammitglied integriert und herzlich in der NPorts-Welt willkommen geheißen. Als Teil meiner Einarbeitung habe ich sämtliche Abteilungen der Zentrale kennengelernt und bin in jede NPorts-Niederlassung gefahren, wo mir Kolleg*innen den jeweiligen Hafen mittels einer Hafentour näher brachten. Ein toller Einstieg, da ich so gelernt habe wie unterschiedlich die einzelnen Häfen sind und es dementsprechend eine Vielfalt von Hafenthemen gibt.
Genauso vielfältig gestalteten sich meine Aufgaben in der Pressestelle: die Erstellung des täglichen Pressespiegels sollte meine einzige Konstante sein. Darüber hinaus gab es immer andere Aufgaben: Pressemitteilungen schreiben, Presse-und Drehanfragen bearbeiten, Mitwirkung bei internen und externen Kommunikationskampagnen, Organisation von Presseterminen, und und und.

Das nur ein paar Monate nach meinem Arbeitsbeginn Corona ausbrach, hatte natürlich Auswirkungen auf mein Volontariat. Ich habe zum Beispiel nur wenige Pressetermine vor Ort in den Häfen erlebt. Dafür war es interessant, an Alternativlösungen zu arbeiten und den digitalen Wandel bei NPorts hautnah mitzuerleben. So haben wir Präsenzveranstaltungen erstmalig digital stattfinden lassen, wie die Jahrespressekonferenz, die ich in meinem zweiten Volontariats-Jahr federführend zusammen mit Seaports of Niedersachsen organisieren durfte (wie das abgelaufen ist, kann hier nachgelesen werden). Eine spannende Erfahrung, bei der sich die Planung und Vorbereitung als aufwändiger als bei einer Präsenzveranstaltung erwies.

 

   

   

 

Externe Praxisphasen

Meine Kenntnisse konnte ich in zwei Grundlagenkursen für PR-Volontäre im Journalistenzentrum in Herne erweitern, die jeweils zwei Wochen vor Ort stattfanden. Neben dem Schreiben von Pressemitteilungen, Reportagen, Reden und Porträts, hatte ich u.a. auch Interviewtraining, einen Fotografie-Crashkurs und lernte das Medienrecht kennen.
Wie schon anfangs erwähnt gehört zu jedem Volontariat auch mindestens ein Praktikum. In meinem Fall waren es zwei Stück für jeweils vier Wochen. Um wirklich komplett andere Facetten der Medienbranche kennenzulernen entschied ich mich für ein Praktikum bei einer Tageszeitung und einer Kommunikationsagentur. Beide Praktika hat NPorts für mich organisiert, was eine große Unterstützung war. Die Zeit war sehr spannend, da ich wieder viele neue Dinge lernen konnte und ich einen Eindruck davon bekam, wie der Berufsalltag in diesen Branchen aussieht.

 

Mein Fazit

Abschließend kann ich sagen, dass ich sehr dankbar für meine Zeit bei NPorts bin. Ich habe viel gelernt und (trotz Corona) viel erlebt. Besonders gut haben mir die abwechslungsreichen Aufgaben gefallen, sowie das entgegen gebrachte Vertrauen eigenverantwortlich Projekte umsetzen zu können. Eigene Ideen sind jederzeit auf offene Ohren gestoßen und meiner Vorgesetzten war immer daran gelegen, dass das Volontariat entsprechend meiner Wünsche und Interessen gestaltet wurde. Ich kann jeder Person, die darüber nachdenkt ein Volontariat zu machen, nur ans Herz legen sich hierfür bei NPorts zu bewerben.

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