{"page":1,"entries":[{"uid":174,"pid":85,"starttime":1736814240,"headline":"Teamwork auf Norderney","subheadline":"Katrin B\u00fcscher und Andre Dirksen geben Einblicke in ihr Bauprojekt auf der Insel","image":"\/media\/_processed_\/5\/1\/csm_nports-blog-teamwork-norderney_5cae1b5112.jpg","video":{},"videoposter":{},"teaser":"","content":"<p>Im vergangenen Jahr war es soweit: Die <a href=\"https:\/\/www.nports.de\/aktuelles-presse\/artikel\/neue-suedmole-norderney-eingeweiht\">S\u00fcdmole auf Norderney<\/a> wurde offiziell eingeweiht. Von NPorts Seite waren Katrin B\u00fcscher und Andre Dirksen die K\u00f6pfe hinter der Bauma\u00dfnahme.<\/p>\r\n<p>Katrin ist Bauingenieurin und seit f\u00fcnf Jahren bei NPorts im Bereich <a href=\"t3:\/\/page?uid=149\">Technik<\/a> t\u00e4tig. Andre ist seit 2019 dabei und Bautechniker im Team Technische Gro\u00dfprojekte, das f\u00fcr alle gro\u00dfen Baustellen in unseren Standorten zust\u00e4ndig ist. F\u00fcr das Projekt auf Norderney wurde er kurzerhand von den Norder Kolleg*innen \u201eausgeliehen\u201c und unterst\u00fctzte das Team direkt vor Ort*. Katrin und Andre kannten sich vorher nicht. Dennoch konnten Sie schnell als Team zusammenfinden. Gegenseitige Unterst\u00fctzung, verl\u00e4ssliche Absprachen und Vertrauen sind f\u00fcr die beiden selbstverst\u00e4ndlich \u2013 das spiegelte sich auch in der Zusammenarbeit in diesem Bauprojekt wieder.<\/p>\r\n<p>\u201eNorderney war eine super Erfahrung. Aber bevor jetzt alle denken: \u201aDa habt ihr wohl sch\u00f6n Urlaub gemacht\u2018 \u2013 weit gefehlt,\u201c erz\u00e4hlt Katrin. \u201eKlar, wir waren oft auf der Insel und haben auch regelm\u00e4\u00dfig dort \u00fcbernachtet, wenn es nicht m\u00f6glich war, nach Hause zu fahren. Aber von Urlaub kann man nicht sprechen, wir waren schlie\u00dflich dort um zu arbeiten. Die Tage waren lang, und abends blieb meistens nur Zeit, etwas zu essen und dann ist man ins Bett gefallen. Am n\u00e4chsten Morgen standen wir dann wieder p\u00fcnktlich auf der Baustelle.\u201c&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<h3>Ein typischer Tag am Bau: Mit Wind, Wetter und viel Einsatz<\/h3>\r\n<p>Eigentlich sollte die Baustelle bereits ein Jahr fr\u00fcher starten, aber aufgrund des Projekts am LNG-Anleger in Wilhelmshaven musste der <a href=\"https:\/\/www.nports.de\/aktuelles-presse\/artikel\/suedmole-norderney-veraenderter-bauablauf\">Bau verschoben<\/a> werden. Andre war \u00fcbrigens auch dort im <a href=\"https:\/\/www.nports.de\/karriere\/blog-hafenpost\/eintrag\/3\/unter-druck-entstehen-diamanten\">Team<\/a>. \u201eSch\u00f6n war, dass wir einen externen Projektleiter mit extrem viel Erfahrung dabei hatten. So jemanden im R\u00fccken zu haben, ist einfach Gold wert,\u201c erz\u00e4hlt Katrin.<\/p>\r\n<p>Die Hauptaufgabe von Katrin und Andre? Den Baufortschritt \u00fcberwachen und dokumentieren, Planungen begleiten, Vorstellungen des Bauherren \u00e4u\u00dfern, darauf achten, dass der Vertrag eingehalten wird, Rechnungen pr\u00fcfen, verschiedene Projektbeteiligte zusammen bringen, bei unerwarteten Situationen schnell handeln \u2013 um nur einige Aufgaben zu nennen. \u201eDas Beste daran, direkt am Hafen zu arbeiten, ist, dass man wirklich hautnah dabei ist,\u201c so Andre. \u201eMan schaut aus dem Fenster, geht r\u00fcber auf die Baustelle und ist mittendrin \u2013 das erleichtert Absprachen enorm.\u201c Katrin erg\u00e4nzt: \u201eNat\u00fcrlich greifen wir nicht in die Abl\u00e4ufe der Baufirmen ein, denn sie tragen am Ende die Verantwortung. Aber wir geben schon Ideen mit, wenn wir gefragt werden. Das geht am besten, wenn man vor Ort ist. Dann kann man beurteilen, was gerade m\u00f6glich und n\u00f6tig ist.\u201c<\/p>\r\n\r\n<h3><br>Ohne das Team vor Ort l\u00e4uft gar nichts<\/h3>\r\n<p>\u201eEin gro\u00dfes Dankesch\u00f6n geht an unsere Kolleg*innen in Norden und Norddeich sowie vom Bauhof Norderney\u201c, betont Katrin. \u201eWenn man mal etwas Wichtiges vergisst oder etwas Unvorhergesehenes ben\u00f6tigt, gibt\u2019s die Sachen eben erst, wenn die n\u00e4chste F\u00e4hre zur\u00fcckf\u00e4hrt. Zum Gl\u00fcck haben uns die Kolleg*innen oft Sachen mitgebracht, wenn sie sowieso nach Norderney mussten.\u201c Andre f\u00fcgt hinzu: \u201eAuf der Insel sind alle eine Gemeinschaft. Die Kollegen von unserem Norderneyer Bauhof haben uns immer wieder \u00fcber Norderneyer Gegebenheiten berichtet und nicht nur uns sondern auch der Baufirma hier und da mit Rat und auch Tat geholfen. Vielen Dank daf\u00fcr!\u201c<\/p>\r\n\r\n<h3><br>Nach der Baustelle, ist vor der Baustelle<\/h3>\r\n<p>Norderney ist abgeschlossen, also sind beide sicherlich in neuen Projekten, oder? \u201eObwohl die S\u00fcdmole fertig ist, bin ich noch mit der Abrechnung besch\u00e4ftigt und wieder im B\u00fcro. Leider keine Baustellenluft f\u00fcr mich aktuell,\u201c erz\u00e4hlt Katrin.<\/p>\r\n<p>Andre hingegen ist im n\u00e4chsten Baustellenalltag angekommen: \u201eGerade betreue ich zusammen mit sieben Leuten, \u00fcberwiegend aus dem Team Gro\u00dfprojekte, die Sanierung der Gro\u00dfen Seeschleuse in Emden \u2013 ein Projekt, das uns noch mehrere Jahre besch\u00e4ftigen wird. Derzeit arbeite ich an der Feinabstimmung der Planung und bin in engem Austausch mit dem Planungsteam und der Baufirma.\u201c<\/p>\r\n\r\n<h3>Warum NPorts?<\/h3>\r\n<p>Katrin und Andre sch\u00e4tzen vor allem das Vertrauen, das ihnen bei NPorts entgegengebracht wird. \u201eVor Ort k\u00f6nnen wir viele Entscheidungen eigenst\u00e4ndig treffen. Das ist auch n\u00f6tig, denn sonst w\u00fcrden Projekte kaum vorankommen,\u201c erkl\u00e4rt Katrin. Gro\u00dfe Entscheidungen stimmen sie nat\u00fcrlich mit der Projektleitung und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung ab.<\/p>\r\n<p>\u201eDas Besondere an NPorts ist die Vielseitigkeit. Jede Baustelle ist anders und bringt neue Herausforderungen mit sich \u2013 Langeweile kommt hier garantiert nicht auf. Ob Wasser-, Hoch- oder Tiefbau, Neubauten oder Instandhaltung: Hier findet jede*r ihre oder seinen Bereich,\u201c sagt Andre.<\/p>\r\n<p>Auf die Frage, was man mitbringen sollte, um bei NPorts erfolgreich durchzustarten, meint Katrin: \u201eOffenheit f\u00fcr Neues, Lernbereitschaft und Teamf\u00e4higkeit sind f\u00fcr uns das A und O. Es l\u00e4uft einfach am besten, wenn man sich gegenseitig unterst\u00fctzt.\u201c Andre erg\u00e4nzt: \u201eEhrgeiz, Interesse und Engagement geh\u00f6ren einfach dazu. Wichtig finde ich auch, dass man seine Grenzen kennt und offen kommuniziert. Lieber um Unterst\u00fctzung bitten, als zu versuchen, alles allein zu machen. Gemeinsam finden wir immer eine L\u00f6sung.\u201c<br \/>&nbsp;<\/p>\r\n<h3><br>Danke f\u00fcr die Einblicke, Katrin und Andre!<br>&nbsp;<\/h3>\r\n<p>Im Interview haben wir zwei bodenst\u00e4ndige Kolleg*innen kennengelernt, die bescheiden aber engagiert \u00fcber ihr Projekt berichtet haben. Wir freuen uns, dass wir einen kleinen Einblick in ihren Arbeitsalltag bekommen durften. Vielen Dank, Katrin und Andre, und viel Erfolg bei euren n\u00e4chsten Projekten!<\/p>\r\n\r\n<p>*Unser Team \u201eTechnische Gro\u00dfprojekte\u201c wurde 2022 gegr\u00fcndet und besteht aus sechs Personen. Diese sind spezialisiert auf gro\u00dfe Bauma\u00dfnahmen. Mit ihrer Expertise leiten oder unterst\u00fctzen sie gro\u00dfe Bauprojekte in all unseren Hafenstandorten und entlasten dadurch die Kolleg*innen in der jeweiligen Niederlassung in der gebaut wird. Die Baustelle auf Norderney ist ein Beispiel daf\u00fcr, wie die team\u00fcbergreifende Zusammenarbeit zum Erfolg f\u00fchrt.<\/p>","html":"","author":"Katja M\u00e4dler","output":0,"tags":["Bauingenieurwesen","Berufe"],"category":[{"name":"Jobs im Hafen","color":"#f08262"},{"name":"Bauingenieurwesen","color":"#f08262"}],"portstation":[{"name":"Hafeneinfahrt","color":"#"},{"name":"Kaianlage","color":"#"},{"name":"Werkst\u00e4tten & B\u00fcros","color":"#"}],"counter":3128,"likecount":1638,"readtime":5,"station":"","boxheadline":"","boximage":"","boxcontent":"","boxlink":"","boxlinktext":"","slug":"teamwork-auf-norderney","link":"\/en\/karriere\/blog-hafenpost\/beitrag\/teamwork-auf-norderney?tx_nportsblog_nportsblog%5Bblogpage%5D=1&cHash=fb236696307aaf087fc2249f9264ab8d"},{"uid":168,"pid":85,"starttime":1717632000,"headline":"Cuxhavens W\u00e4chter der Hafeneinfahrt","subheadline":"Besonders die Kommunikationskompetenz von J\u00fcrgen H\u00f6pcke war beim Erfolgsprojekt \u201eSmartKai\u201c, einer Einparkhilfe f\u00fcr Schiffe, gefragt. Was hat er erlebt und wie geht es mit dem Projekt jetzt weiter?","image":"\/media\/_processed_\/9\/0\/csm_nports-blog-cuxhaven-waechter-hafeneinfahrt-hoepcke-europakai_357e20a366.jpg","video":{},"videoposter":{},"teaser":"","content":"<p>Ob es wohl m\u00f6glich ist, in Cuxhaven zu leben und J\u00fcrgen H\u00f6pcke nicht zu kennen \u2026? Das erscheint schwer vorstellbar. Schlie\u00dflich ist der geb\u00fcrtige Cuxhavener hier fest verwurzelt: So hat er das Amt des Vorsitzenden des F\u00f6rdervereins Freibad Oxstedt inne, begibt sich mit Freunden, die er teils schon aus Kindertagen kennt, regelm\u00e4\u00dfig auf Rad- oder Motorradtouren \u2013 und wei\u00df nat\u00fcrlich, wo man das leckerste Fischbr\u00f6tchen bei sch\u00f6ner Aussicht genie\u00dfen kann. Auch f\u00fcr Musik und Musikfestivals begeistert sich der 52-J\u00e4hrige, sein Herz schl\u00e4gt insbesondere f\u00fcr Rock-, Bluesrock und Metal.<\/p>\r\n<img class=\"\" src=\"\/media\/blog\/2024\/20240605-cuxhaven-waechter-hafeneinfahrt\/nports-blog-cuxhaven-waechter-hafeneinfahrt-schwimmbad.jpg\" data-htmlarea-file-uid=\"8539\" data-htmlarea-file-table=\"sys_file\" width=\"720\" height=\"383\" title=\"\" alt=\"\" data-title-override=\"true\" data-alt-override=\"true\" style=\"\" \/>\r\n<p><i>Gemeinsam mit seinem Mitstreiter J\u00fcrgen Kinski, dem 2. Vorsitzenden des F\u00f6rdervereins Freibad Oxstedt, hat sich J\u00fcrgen H\u00f6pcke tatkr\u00e4ftig ins Zeug gelegt, damit der Freibadsaison-Er\u00f6ffnung Anfang Juni nichts im Wege steht. (Bild: H\u00f6pcke\/NPorts)<\/i><\/p>\r\n\r\n<p>Seit fast 28 Jahren ist J\u00fcrgen mit seiner Frau Anett verheiratet, von den drei Kindern leben der 27-j\u00e4hrige Sohn und die 14-j\u00e4hrige Tochter ebenfalls in Cuxhaven; nur die 24-j\u00e4hrige Tochter hat es inzwischen nach Bremen gezogen, \u201eweil sie dort kein Auto braucht\u201c, wie J\u00fcrgen erkl\u00e4rt.<\/p>\r\n\r\n<h3>Vom Ausbilder zum Projektmanager<\/h3>\r\n<p>Seit 13 Jahren bereichert der Elektrotechnikermeister schon das NPorts-Team. Bevor er hier 2011 als Ausbilder f\u00fcr Elektro- und Metallhandwerk anfing, war er Leiter eines Elektrobetriebs. Jener Betrieb sei zwar sehr famili\u00e4r gewesen \u2013 doch eine Familie hatte J\u00fcrgen schlie\u00dflich schon, und 60- oder gar 70-st\u00fcndige Arbeitswochen vertrugen sich mit einem Familienleben sp\u00e4testens mit der Geburt seiner j\u00fcngsten Tochter nicht sonderlich gut. Dass er nach seinem beruflichen Wechsel zur Hafengesellschaft pl\u00f6tzlich w\u00e4hrend der gesamten Sommerferienzeit Urlaub machen konnte aufgrund im Winter geleisteter \u00dcberstunden, sei wie Luxus gewesen, erinnert sich der Cuxhavener. Bis zu jenem Zeitpunkt war er es gewohnt, maximal eine Woche am St\u00fcck Urlaub nehmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\r\n<p>Rund anderthalb Jahre sp\u00e4ter folgte erneut ein Wechsel f\u00fcr J\u00fcrgen: Schlie\u00dflich hatte NPorts den Gesch\u00e4ftsbereich Technischer Service und Technik gesplittet und suchte eine Leitung f\u00fcr die neue Abteilung Technischer Service. Dieses Amt bekleidete der Elektrotechnikermeister bis zum Herbst 2019, ehe seine F\u00e4higkeiten f\u00fcr eine ganz spezielle Aufgabe ben\u00f6tigt wurden: das Projektmanagement, zu welchem auch das Projekt SmartKai geh\u00f6rte.<\/p>\r\n\r\n<h3>SmartKai<\/h3>\r\n<p>Bei SmartKai handelt es sich, einfach ausgedr\u00fcckt, um eine Einparkhilfe f\u00fcr Schiffe. Dabei messen am Hafen installierte Sensoren den genauen Abstand des Schiffes zur Kaje und liefern die Ergebnisse in Echtzeit aufs Tablet oder Smartphone an Lotsen und das nautische Personal auf einer Schiffsbr\u00fccke.&nbsp;<\/p>\r\n<p>\u201eDass insbesondere im Hafen Cuxhaven das Man\u00f6vrieren von Schiffen schnell mal brenzlig werden kann, wird zum Beispiel deutlich, wenn man sich die verschiedenen Str\u00f6mungen in der Einfahrt zum Amerika-Hafen ansieht\u201c, erkl\u00e4rt J\u00fcrgen beim Vor-Ort-Termin. Doch auch Umgebungsverkehr, Gezeiten und Windb\u00f6en m\u00fcssen beim An- und Ablegen richtig eingesch\u00e4tzt werden. Fehleinsch\u00e4tzungen k\u00f6nnen schlie\u00dflich Sch\u00e4den an Schiffen und Hafeninfrastruktur nach sich ziehen, diese bedeuten bestenfalls Sachsch\u00e4den, k\u00f6nnen aber auch zu Personensch\u00e4den oder Umweltverschmutzung f\u00fchren oder die Hafeninfrastruktur f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit blockieren.<\/p>\r\n<p><a href=\"https:\/\/www.nports.de\/media\/blog\/2024\/20240605-cuxhaven-waechter-hafeneinfahrt\/nports-hafen-cuxhaven-stroemungen-einfahrt-amerika-hafen-video.mp4\" target=\"_blank\"><img class=\"\" src=\"https:\/\/www.nports.de\/media\/blog\/2024\/20240605-cuxhaven-waechter-hafeneinfahrt\/nports-hafen-cuxhaven-stroemungen-einfahrt-amerika-hafen-video-poster.jpg\" width=\"720\" height=\"720\" title=\"\" alt=\"Die Einfahrt zum Amerika-Hafen im Video\" style=\"\" \/><\/a><\/p>\r\n<p><i>Die Einfahrt zum Amerika-Hafen. (Video: Ziegeler\/NPorts)<\/i><\/p>\r\n\r\n<p>Im Hafen Cuxhaven wurden zwischen 2010 und 2019 37 Havarien erfasst. Die Schadenssummen waren dabei sehr unterschiedlich und beliefen sich auf Sch\u00e4den von wenigen Tausend Euro bis hin zu Sch\u00e4den im sechsstelligen Bereich. Unter anderem auf Grundlage der Auswertung der Schadenshotspots wurden der Europakai, die Schleusenzufahrt und die Hafeneinfahrt Amerika-Hafen als geeignete und realisierbare Standorte f\u00fcr die SmartKai-Sensoren identifiziert.<\/p>\r\n\r\n<p><i><u>J\u00fcrgen, das Projekt SmartKai ist seit dem 31. Mai 2023 abgeschlossen. Hast Du ein konkretes Beispiel, wie das Assistenzsystem eine gef\u00e4hrliche Situation entsch\u00e4rfen kann?<\/u><\/i><\/p>\r\n<p><strong>J\u00fcrgen:<\/strong> Als wir f\u00fcr die Veranstaltung zum Projektabschluss am Europakai gerade beim Aufbau waren, versuchte eine RoRo-F\u00e4hre, bei sehr starkem Wind anzulegen. Bei normalen Witterungsbedingungen h\u00e4tte der Anlegevorgang nur zehn Minuten gedauert \u2013 so waren es zweieinhalb Stunden. Weil wir so starken ablandigen Wind hatten, gelang es dem Schiff einfach nicht, an die Kaianlage ranzukommen. Am n\u00e4chsten Tag kam der Kapit\u00e4n, der im Internet von SmartKai gelesen hatte, zu uns runter. Wir haben ihm die von unseren Sensoren aufgezeichneten Messdaten zur Verf\u00fcgung gestellt und sind dann mit ihm auf die Schiffsbr\u00fccke gegangen, um uns die Aufzeichnungen von dem anzusehen, was er bei dem Man\u00f6ver gesehen hat. Der Kapit\u00e4n kam zu dem Schluss: H\u00e4tte er die Infos gehabt, die wir ihm gezeigt hatten, w\u00e4re er schneller gewesen und h\u00e4tte pr\u00e4ziser und mit weniger Gef\u00e4hrdung anlegen k\u00f6nnen.<\/p>\r\n<img class=\"\" src=\"\/media\/blog\/2024\/20240605-cuxhaven-waechter-hafeneinfahrt\/nports-blog-cuxhaven-waechter-hafeneinfahrt-linien.jpg\" data-htmlarea-file-uid=\"8540\" data-htmlarea-file-table=\"sys_file\" width=\"480\" height=\"720\" title=\"\" alt=\"\" data-title-override=\"true\" data-alt-override=\"true\" style=\"\" \/>\r\n<p><i>Die bunten Markierungen auf dem Boden am Europakai zeigen verschiedenen Schiffen ihre jeweils richtige Anlegeposition an. All diese Infos lassen sich in SmartKai integrieren. (Bild: Ziegeler\/NPorts)<\/i><\/p>\r\n\r\n<p><i><u>Was war f\u00fcr Dich pers\u00f6nlich das Beste am Projekt?<\/u><\/i><\/p>\r\n<p><strong>J\u00fcrgen:<\/strong> Die Kommunikation und Koordination waren meine Hauptaufgaben in dem Projekt. F\u00fcr mich war das Beste die Zusammenarbeit mit so vielen verschiedenen Beteiligten aus dem maritimen Umfeld: vom Bauingenieur \u00fcber Menschen aus der Nautik, Schiffsf\u00fchrer und Lotsen bis zu Mitarbeitenden aus der Entwicklungsabteilung von Sensor-Herstellern sowie aus der Software-Schmiede, die die Visualisierung der Darstellung auf dem Tablet\/Smartphone macht. Das war spannend.<\/p>\r\n\r\n<p><i><u>Bei der gelungenen Kommunikation mit so unterschiedlichen Menschen ist sicherlich einiges an Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen erforderlich, bzw. ist es sicher von gro\u00dfer Bedeutung zu verstehen, wie die jeweiligen Gruppen ticken \u2026<\/u><\/i><\/p>\r\n<p><strong>J\u00fcrgen:<\/strong> Ja, die Technik muss ja von den Nutzerinnen und Nutzern akzeptiert werden, und wir brauchen ihr Feedback, um die Technik weiter zu verbessern. Die Lotsen haben uns beispielsweise berichtet, sie w\u00fcrden das Tablet zwar nehmen und sich anschauen; sie w\u00fcrden die Technik allerdings erstmal nur begleitend nutzen. Wenn sie dann zehn, 100 oder 1000 Man\u00f6ver gefahren und die gelieferten Daten verl\u00e4sslich gewesen seien, dann w\u00fcrden sie erst anfangen, auf Basis der Darstellung zu fahren. Vorher w\u00fcrden sie sagen: \u201eDas glauben wir erst mal nicht.\u201c&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p><i><u>Besteht denn die Gefahr, dass SmartKai falsche Daten anzeigt?<\/u><\/i><\/p>\r\n<p><strong>J\u00fcrgen:<\/strong> Nein. Unser Ansatz ist: \u201eLieber gar keine Daten liefern als falsche.\u201c Falls ein Sensor mal ausf\u00e4llt, dann gibt es auch keine Daten. Es wird nicht versucht, irgendwas hinzumogeln. Sonst w\u00fcrde sich im Fall der F\u00e4lle ja auch die rechtliche Frage stellen: Wer ist schuld an der Havarie? Was aufs Handy oder Tablet geliefert wird, ist auf jeden Fall richtig.<\/p>\r\n\r\n<p><i><u>Wie beurteilst Du das Projekt r\u00fcckblickend?<\/u><\/i><\/p>\r\n<p><strong>J\u00fcrgen:<\/strong> SmartKai war ein voller Erfolg! Alle, die aus der Navigation kommen, wissen: Ein Schiff, das anlegt, wird langsamer. Doch je langsamer ein Schiff wird, desto weniger AIS-Signale bekommt es [AIS steht f\u00fcr automatisches Identifikationssystem und ist ein Funksystem, das Schiffsdaten zwischen damit ausger\u00fcsteten Schiffen sowie zwischen ausger\u00fcsteten Schiffen und Landstationen austauscht; Anmerkung der Redaktion]. Also da, wo man gerade sehr viele Signale br\u00e4uchte, bekommt man nur sehr wenige. Hinzu kommt, dass die Eigenmessungen der AIS-Signale an Bord nicht immer korrekt sind, sodass ein falsches Lagebild dargestellt wird. Es war keine Seltenheit, dass wir hier Abweichungen von ein paar Metern gesehen haben. Mit SmartKai konnten wir dagegen sehr genaue Konturen abbilden \u2013 auch bei sehr schlechter Sicht wie starkem Nebel! Damit k\u00f6nnen also auch jene, die sonst beim Fahren auf Sicht angewiesen sind, ein Man\u00f6ver weiterfahren. Das Zeitfenster und die M\u00f6glichkeiten, die sie zum Anlegen haben, werden vergr\u00f6\u00dfert \u2013 und auch sicherer.<\/p>\r\n<img class=\"\" src=\"\/media\/blog\/2024\/20240605-cuxhaven-waechter-hafeneinfahrt\/nports-blog-cuxhaven-waechter-hafeneinfahrt-defekte-fender.jpg\" data-htmlarea-file-uid=\"8536\" data-htmlarea-file-table=\"sys_file\" width=\"720\" height=\"492\" title=\"\" alt=\"\" data-title-override=\"true\" data-alt-override=\"true\" style=\"\" \/>\r\n<p><i>Im Fr\u00fchjahr 2024 wurde einer der Fender in der Einfahrt zum Amerika-Hafen massiv besch\u00e4digt. Der Verursacher k\u00fcmmerte sich nicht um den Schaden, der im sechsstelligen Bereich liegen wird. Die SmartKai-Sensoren waren zu jenem Zeitpunkt nicht mehr aktiv, sodass dem wahrscheinlichen Verursacher die Schuld nicht rechtssicher nachgewiesen werden kann. (Bild: Ziegeler\/NPorts)<\/i><\/p>\r\n\r\n<p><i><u>K\u00f6nnen diese neuen Infos auf dem Tablet oder dem Smartphone nicht auch irritierend sein f\u00fcr Schiffsf\u00fchrende, wenn sie das Fahren auf Sicht gew\u00f6hnt sind?<\/u><\/i><\/p>\r\n<p><strong>J\u00fcrgen:<\/strong> Ich w\u00fcrde sagen: ja. \u201eWeniger ist mehr\u201c, lautet daher die Devise, was die Visualisierungen angeht. Solange alles in Ordnung ist, brauchen wir kein Warnsignal oder \u00c4hnliches. Bei einer \u201eAchtung\u201c-Situation, wenn zum Beispiel die Ann\u00e4herungsgeschwindigkeit zu hoch ist, wechselt die Anzeige dann in einen gelben Modus. \u00dcber die Gr\u00f6\u00dfe von Pfeilen, also mit einfachen Symbolen, wird angezeigt, wie gro\u00df die Gefahr ist. Text ist dagegen ein No-Go. Die Nutzenden k\u00f6nnen zudem an- und abw\u00e4hlen, welche Funktionen sie sehen m\u00f6chten. Das f\u00fchrt letztlich zu einer hohen Akzeptanz.<\/p>\r\n\r\n<p><i><u>Wie geht es jetzt weiter? Werden aktuell noch Daten gemessen?<\/u><\/i><\/p>\r\n<p><strong>J\u00fcrgen:<\/strong> Der Antrag auf ein Folgeprojekt ist gestellt; es w\u00fcrde mich sehr freuen, wenn das funktioniert. Bis das entschieden ist, d\u00fcrfen wir weiterarbeiten, um Daten zu sammeln. Das beschr\u00e4nkt sich aber auf den Europakai. Die Daten liegen unserem Projektpartner DLR (Deutsches Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt) vor. Sie ziehen sich Infos f\u00fcr die Weiterentwicklung der Sensorik und der Software raus. Wenn sich ein Schiff der Kaianlage n\u00e4hert, sehen sie, ob es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein sauberes Anlegeman\u00f6ver wird oder eine Havarie. So wird ein Algorithmus programmiert, der den Schiffsf\u00fchrenden sagt: Jetzt kannst du noch eine Kurskorrektur vornehmen oder an der Kaianlage vorbeifahren. Das kann man sowohl f\u00fcr Schiffstypen machen als auch f\u00fcr einzelne Schiffe. Je mehr Daten man hat, desto genauer kann man es sehen.<\/p>\r\n<figure class=\"table\"><table><tbody><tr><td><img class=\"\" src=\"\/media\/blog\/2024\/20240605-cuxhaven-waechter-hafeneinfahrt\/nports-blog-cuxhaven-waechter-hafeneinfahrt-sensor-alt.jpg\" data-htmlarea-file-uid=\"8538\" data-htmlarea-file-table=\"sys_file\" width=\"450\" height=\"300\" title=\"\" alt=\"\" data-title-override=\"true\" data-alt-override=\"true\" style=\"\" \/><p>So <i>sahen die ersten Sensoren aus, die zu Projektbeginn am Europakai montiert wurden.<\/i><\/p><\/td><td><img class=\"\" src=\"\/media\/blog\/2024\/20240605-cuxhaven-waechter-hafeneinfahrt\/nports-blog-cuxhaven-waechter-hafeneinfahrt-sensor-neu.jpg\" data-htmlarea-file-uid=\"8537\" data-htmlarea-file-table=\"sys_file\" width=\"450\" height=\"300\" title=\"\" alt=\"\" data-title-override=\"true\" data-alt-override=\"true\" style=\"\" \/><p><i>Im Januar 2024 wurden einige der alten durch weiterentwickelte Sensoren ersetzt. (Bilder: Ziegeler\/NPorts)<\/i><\/p><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\r\n\r\n<p><i><u>Falls es ein Folgeprojekt gibt: Welche sind die n\u00e4chsten Schritte?<\/u><\/i><\/p>\r\n<p><strong>J\u00fcrgen:<\/strong> 1. Wir haben aktuell einen relativ provisorischen Aufbau. Im Folgeprojekt wird es um einen Aufbau gehen, der technisch voll in der Kaianlage integriert ist und eine gute M\u00f6glichkeit gibt, Bestandsanlagen nachzur\u00fcsten.&nbsp;<br \/>2. Die Sensoren sollen so weiterentwickelt werden, dass sie mit den Umweltbedingungen gut klarkommen, zum Beispiel mit starker Sonneneinstrahlung oder starken Temperaturschwankungen. Da schauen wir uns dann auch bei anderen Herstellern um. Im Moment nutzen wir Sensoren von der Firma Sick, zum Beispiel aus der Automobilindustrie f\u00fcr autonomes Fahren. In einem Auto ist der Verbau aber ein ganz anderer als an einer Kaianlage.<br \/>3. Der Wartungsaufwand soll so gering wie m\u00f6glich gehalten werden. Der Einbau der Sensoren muss so gut sein, dass sie ein freies Sichtfeld haben, aber trotzdem so viel Schutz haben, dass Umwelteinfl\u00fcsse wie Gischt nicht zu einer starken Verschmutzung f\u00fchren; das w\u00fcrde sonst einen hohen Reinigungsaufwand bedeuten.<br \/>4. Die Daten\u00fcbertragung muss so simpel wie m\u00f6glich gehalten werden. Allerdings mit einer so hohen Datenmenge, wie sie eben notwendig ist. Und das \u00fcber einen einfachen Standard, der immer gew\u00e4hrleistet werden kann.<\/p>\r\n\r\n<p><i><u>Und wenn das Folgeprojekt auch wieder ein Erfolg wird \u2026?<\/u><\/i><\/p>\r\n<p><strong>J\u00fcrgen:<\/strong> Der Bedarf f\u00fcr ein solches Assistenzsystem ist auf jeden Fall vorhanden, denn brenzlige Situationen in H\u00e4fen werden bleiben. Die Warenstr\u00f6me werden steigen, die Frequentierung der H\u00e4fen wird gr\u00f6\u00dfer werden. Wir m\u00fcssen in k\u00fcrzerer Zeit mehr Schiffe abfertigen. Wichtig ist dann, dass man ein vern\u00fcnftiges Lagebild liefern kann.<br \/>Neben Seeh\u00e4fen k\u00f6nnte das System auch auf Binnenwasserstra\u00dfen und f\u00fcr Br\u00fcckendurchfahrten eingesetzt werden. Bei der Havarie eines Schiffs mit der Eisenbahnbr\u00fccke im Februar in Elsfleth h\u00e4tte man zum Beispiel eingreifen k\u00f6nnen. Bei technischem Versagen ist man machtlos, aber bei menschlichem Versagen h\u00e4tte man mit dem System eine Kurskorrektur oder einen Fahrtstopp erreichen k\u00f6nnen. Technisches Versagen h\u00e4tten wir nachweisen k\u00f6nnen. Oft wird in der Schifffahrt gesagt: \u201eDas war ein Ruderausfall, das war h\u00f6here Gewalt.\u201c Das wurde w\u00e4hrend der SmartKai-Projektphase in einem Fall auch gesagt. Wir konnten aber gezielte Bewegungen nachweisen anhand der Aufzeichnungen und sagen: \u201eNee, das war ein Man\u00f6vrierfehler!\u201c Ergo: Man ist daf\u00fcr haftbar.<\/p>","html":"","author":"Jantje Ziegeler","output":0,"tags":["hafenplus","Nachhaltigkeit","Hafenbau","Cuxhaven"],"category":[{"name":"Hafenbau","color":"#fd8963"},{"name":"Nachhaltigkeit hafen+","color":"#f08262"}],"portstation":[{"name":"Kaianlage","color":"#"},{"name":"Hafeneinfahrt","color":"#"}],"counter":5089,"likecount":1946,"readtime":11,"station":"","boxheadline":"","boximage":"","boxcontent":"","boxlink":"","boxlinktext":"","slug":"cuxhavens-waechter-der-hafeneinfahrt","link":"\/en\/karriere\/blog-hafenpost\/beitrag\/cuxhavens-waechter-der-hafeneinfahrt?tx_nportsblog_nportsblog%5Bblogpage%5D=1&cHash=fb236696307aaf087fc2249f9264ab8d"},{"uid":116,"pid":85,"starttime":1685573984,"headline":"Von Schiffen und Pferden","subheadline":"Sie ist eine der j\u00fcngsten F\u00fchrungskr\u00e4fte bei NPorts: Ilka Frerichs. 26 Jahre jung, seit 2019 bei NPorts, aktuell Leiterin des Port Offices in Wilhelmshaven.","image":"\/media\/_processed_\/0\/b\/csm_IMG_0192_Titel_b95dbe70bd.jpg","video":{},"videoposter":{},"teaser":"","content":"<p>Ilka ist eine Frohnatur durch und durch. Man k\u00f6nnte fast meinen, sie hat nie einen schlechten Tag. Immer ein L\u00e4cheln auf den Lippen, fr\u00f6hlich und l\u00f6sungsorientiert \u2013 so kennen wir sie. Seit September 2022 leitet sie das Port-Office in Wilhelmshaven. Eine herausfordernde Aufgabe. Wir haben sie zum Interview getroffen.&nbsp;<\/p>\r\n<p>Einleitend ein paar Fakten zu ihrer Person: Die Friesin hat in Elsfleth an der Jade Hochschule zun\u00e4chst \u201eSeeverkehrs- und Hafenwirtschaft\u201c studiert und anschlie\u00dfend ihren Master in \u201eMaritime Management\u201c abgeschlossen. 2018 absolvierte sie ihr erstes Praxissemester im Hafenmanagement des JadeWeserPort, wo sie im Anschluss auch ihre Bachelor- und Masterarbeit schrieb. 2020 startete sie dann in unserer Strategieabteilung in Oldenburg. Aber die Sehnsucht nach dem Hafen war zu gro\u00df. \u201eAls im vergangenen Jahr die Stelle der Abteilungsleitung Port Office in Wilhelmshaven ausgeschrieben war, musste ich mich einfach bewerben. Zum einen reizte mich nat\u00fcrlich die F\u00fchrungsposition. Zum anderen wollte ich aber auch wieder rein ins Geschehen und den direkten Austausch mit der Hafenwirtschaft haben.\u201c&nbsp;<\/p>\r\n<p><strong>Der Tag beginnt<\/strong><br \/><strong>5:45 Uhr: <\/strong>Der Wecker klingelt, los geht\u2019s. Aus Bockhorn f\u00e4hrt Ilka jeden Tag ins \u201ePazifik 1\u201c. Im B\u00fcro angekommen, macht sie erst einmal das, was alle im B\u00fcro tun: E-Mails checken, im Kalender schauen ob Termine anstehen und sich so einen \u00dcberblick verschaffen. Dann bespricht sie sich mit den Kolleg*innen der Fr\u00fchschicht und erf\u00e4hrt, was passiert ist, was wie geregelt wurde aber auch, was noch zu tun ist.&nbsp;<\/p>\r\n<p>Ihr Team hat eine Soll-St\u00e4rke von 18 Personen. Es gibt zw\u00f6lf Nautiker*innen vom Dienst (NvD), die im Schichtsystem im Innen- und Au\u00dfendienst t\u00e4tig sind. Drau\u00dfen \u00fcbernehmen sie Aufgaben der Hafenaufsicht, drinnen dann Dinge wie Schiffabrechnungen oder Beantwortung von Kundenanfragen. Au\u00dferdem gibt es drei Gefahrgutkontrolleur*innen und einen Hafenw\u00e4rter, der sich insbesondere um die Schifffahrt im Bereich Nassauhafen bis Helgolandkai k\u00fcmmert. Zuk\u00fcnftig wird es die Position des PFSO (Port Facility Security Officer)&nbsp;geben, der f\u00fcr die Einhaltung des ISPS-Code an den Anlagen Hannoverkai und UVG-Br\u00fccke zust\u00e4ndig ist, sowie&nbsp;eine\/n zus\u00e4tzliche\/n&nbsp;NvD im Tagdienst, der\/die dann auch Ilkas Stellvertretung wird.<\/p>\r\n<img class=\"\" src=\"\/media\/blog\/2023\/20230602_Ilka_Frerichs\/IMG_0194.JPG\" data-htmlarea-file-uid=\"7646\" data-htmlarea-file-table=\"sys_file\" width=\"800\" height=\"600\" title=\"\" alt=\"\" data-title-override=\"true\" data-alt-override=\"true\" style=\"\" \/>\r\n\r\n<p><strong>Packen wir\u2019s an<\/strong><br \/>In ihrem Job gibt\u2019s einige Herausforderungen. Beispielsweise wollen die verschiedenen Kundeninteressen ber\u00fccksichtigt werden. Daf\u00fcr ben\u00f6tigt man ein gewisses Ma\u00df an Feingef\u00fchl. Das hat Ilka, denn \u201egenau diese Herausforderung, die Gespr\u00e4che und das L\u00f6sen von Problemen, macht mir Spa\u00df.\u201c&nbsp;<\/p>\r\n<p>Und es gibt noch ein Thema, dass ihr sehr am Herzen liegt. \u201eDurch das Schichtsystem sind wir als Team leider nie alle zusammen. Wenn dann noch Urlaube anstehen, kommt es schon mal vor, dass ich einige Kolleg*innen wochenlang nicht sehe. Das ist sehr schade. Dennoch versuchen wir alle mit transparenter Kommunikation und den vielen M\u00f6glichkeiten abseits des Arbeitsalltags (z. B. Wochenende an der Jade oder Bo\u00dfelveranstaltung) als Team zusammenzukommen.\u201c&nbsp;<\/p>\r\n<p>Auch ihr junges Alter ist manchmal herausfordernd. \u201eNat\u00fcrlich bin ich noch kein \u201ealtes Eisen\u201c und mir fehlt bei einigen Themen ganz einfach die Erfahrung. Daher bin ich sehr dankbar, ein so tolles Team hinter mir zu haben. Ich kann auf viel Expertise zur\u00fcckgreifen und lasse mich gerne durch die Kolleg*innen beraten.\u201c<\/p>\r\n<p>Wir kommen noch einmal auf ihr Team zu sprechen. Gibt es etwas, was Ilka zuk\u00fcnftigen Bewerber*innen mitteilen m\u00f6chte? \u201eEs klingt abgedroschen, aber die Jobs bei uns im Port Office sind wirklich sehr vielf\u00e4ltig. Kein Tag ist wie der andere. Auch die langj\u00e4hrigen Mitarbeiter*innen erleben immer noch etwas Neues. Es gibt viele verschiedene Einsatzgebiete, da ist wirklich f\u00fcr jede*n was dabei. Wer sich davon \u00fcberzeugen m\u00f6chte, kann auch jederzeit einen Schnuppertag bei uns absolvieren.\u201c&nbsp;<\/p>\r\n<p><strong>Der (Arbeits-)Tag geht zu Ende<\/strong><br \/>Irgendwann zwischen 16 und 18 Uhr hei\u00dft es dann auch \u201eFeierabend\u201c. Da wartet noch eine ganz andere Aufgabe auf sie. Auf dem Hof ihres Onkels k\u00fcmmert sie sich nicht nur um ihre eigenen drei Pferde und sieben Rinder, sondern auch um viele andere Tiere und Aufgaben, die so anfallen. \u201eDas ist ein toller Ausgleich und macht mir viel Spa\u00df. Ich bin ein sehr heimat- und naturverbundener Mensch. Nur selten verlasse ich das n\u00f6rdliche Niedersachsen f\u00fcr Urlaube oder Ausfl\u00fcge. Meine Pferde lassen mir auch kaum Zeit daf\u00fcr.\u201c&nbsp;<\/p>\r\n<p>Liebe Ilka, wir hoffen, dass du nicht nur dem n\u00f6rdlichen Niedersachsen, sondern auch NPorts noch lange Zeit treu bleibst. Wir w\u00fcnschen dir weiterhin viel Erfolg und bedanken uns f\u00fcr das tolle Interview.&nbsp;<\/p>","html":"","author":"Katja M\u00e4dler","output":0,"tags":["Berufe","Port Office"],"category":[{"name":"Port Office\/Nautik","color":"#f08262"}],"portstation":[{"name":"Hafeneinfahrt","color":"#"}],"counter":4716,"likecount":1956,"readtime":4,"station":"","boxheadline":"","boximage":"","boxcontent":"","boxlink":"","boxlinktext":"","slug":"von-schiffen-und-pferden","link":"\/en\/karriere\/blog-hafenpost\/beitrag\/von-schiffen-und-pferden?tx_nportsblog_nportsblog%5Bblogpage%5D=1&cHash=fb236696307aaf087fc2249f9264ab8d"},{"uid":15,"pid":85,"starttime":1621992284,"headline":"From the Inside Out","subheadline":"Environment, Water, Infrastructure: Getting To the Bottom of Things for the Water of Our Ports.","image":"\/media\/_processed_\/a\/c\/csm_NPorts_Hachhaltigkeit_KL_02_01_a14957f189.jpg","video":{},"videoposter":{},"teaser":"","content":"<p><i>At the Kesselschleuse, about 1 km ahead of the entrance to the Interior Port of Emden, Janis Habdank is meeting with two stakeholder representatives from the INTERREG project NON-STOP. This unique edifice connects four waterways that flow together at this point, each having a different water level.&nbsp;<\/i><br \/><i>For Janis Habdank, the \u2018joining forces\u2019 of the foursquare lock represent a perfect analogy for his research project NON-STOP, which is all about exciting synergy effects.<\/i><\/p>\r\n<p>Janis Habdank has been with NPorts since the end of 2019, forging ahead with Emden's pilot project in his role as the project manager.<br \/>The basic premise is that we, as port infrastructure operator, must maintain the necessary water depths in its ports to keep them navigable. The required dredging measures to accomplish this are associated with high costs and energy consumption. \u201cTherefore, the NON-STOP project has made it its mission to develop a smart sediment and water management concept for the Port of Emden\u201d, Janis Habdank explains. \u201cIt is meant to reduce the overall need for (and volume of) dredging through tighter coordination of the participants and facilities and the deployment of digital technologies in and around the port, thus securing the long-term access to the port.\u201d<br \/>Because, on the one hand, the sluicing of vessels and the operation of pumps continue to introduce sediment-laden seawater into the port. On the other hand, the inland is in need of new strategies for the increased, weather-related floodwaters.<br \/>\u201cClimate change is responsible for more and more cloudburst events, raining down onto Emden's hinterland. Therefore, the study is also investigating the possibility to strategically utilize the fresh water inflow from the hinterland into the port, in order to reduce the amount of activation of the port pumping station and to decrease the influx of sediment-laden water from the River Ems\u201d, Janis Habdank. \u201cOne of the questions we ask in this project is whether or not the inland floodwater management can be supported by an increased water intake into the Interior Port of Emden, and what benefit we as a port company may gain from it.\u201d<br \/>&nbsp;&nbsp;<br \/>It should be pointed out that copious amounts of mud-laden water end up in the Port of Emden via the River Ems. This leads to a large-scale accumulation of fluid mud in the Interior Port. In order to avoid constant dredging, we have successfully been utilizing the recirculation process, which keeps the fluid mud suspended instead of letting it sink down to the bed of the port basin.<\/p>\r\n\r\n<h3>Re-Circulation Process<\/h3>\r\n<img class=\"\" src=\"\/media\/blog\/2021\/03_Von_Binnen_nach_Buten\/NPorts_Nachhaltigkeit_NR_recirculation-process.svg\" data-htmlarea-file-uid=\"7376\" data-htmlarea-file-table=\"sys_file\" width=\"803\" height=\"607\" title=\"\" alt=\"\" data-title-override=\"true\" data-alt-override=\"true\" style=\"\" \/>\r\n<h3>&nbsp;<\/h3>\r\n<p>It is of the essence that the functioning of this important principle is not impaired by an increased introduction of water into the Interior Port. The introduction of more fresh water into our largely brackish Interior Port could impair the micro-biological environment for the bacteria. It is a question that we are trying to simulate and research in a lab setting.\u201c&nbsp;<br \/>To research the interplay of water introduction, microbiology, and fluid mud, we intend to produce sensor-based data at different measuring points within the port that will generate a complete picture of the status quo. \u201cThe long-term capture of data affords us an insight into the potential effects of drainage from the country\u2019s interior in terms of bacterial activity and fluid mud. This means that we can intervene, when necessary, and that we can come to sustainable decisions regarding the management of the water.\u201d<\/p>\r\n<p>To the environment and water manager, there are multiple perspectives, from which the NON-STOP project is sustain-able: \u201cPrimarily, we would like to find out how to utilize natural processes better to sustain port operation and to create relief for the region. Only when we understand the environment better, can we help it deal with the changes.\u201d<br \/>That is why the cooperation on a regional and international level is an effective factor in the knowledge process. On a European level of the INTERREG network, Janis Habdank can see decisive benefits from concentrating the resources: \u201cLearn from each other and get ahead together: The digitization sector reveals to us the hidden potentials we can tap into. With that in mind, cooperation is extremely beneficial.\u201d<\/p>\r\n<img class=\"\" src=\"\/media\/blog\/2021\/03_Von_Binnen_nach_Buten\/NPorts_Nachhaltigkeit_harbour-entrance_sustainability-tip.svg\" data-htmlarea-file-uid=\"7375\" data-htmlarea-file-table=\"sys_file\" width=\"462\" height=\"310\" title=\"\" alt=\"\" data-title-override=\"true\" data-alt-override=\"true\" style=\"\" \/>\r\n\r\n<p><a href=\"t3:\/\/page?uid=4\">Our Plus for More Sustainability<\/a><\/p>","html":"","author":"","output":0,"tags":[],"category":[{"name":"Nachhaltigkeit hafen+","color":"#f08262"},{"name":"Klima & Luft","color":"#f08262"}],"portstation":[{"name":"Hafeneinfahrt","color":"#"}],"counter":2824,"likecount":559,"readtime":4,"station":"","boxheadline":"","boximage":"","boxcontent":"","boxlink":"","boxlinktext":"","slug":"from-the-inside-out","link":"\/en\/karriere\/blog-hafenpost\/beitrag\/from-the-inside-out?tx_nportsblog_nportsblog%5Bblogpage%5D=1&cHash=fb236696307aaf087fc2249f9264ab8d"}],"nextLink":"\/en\/sustainability?tx_nportsblog_nportsblog%5Bblogpage%5D=2&tx_nportsblog_nportsblog%5BisAjax%5D=1&cHash=1395281babb2283b561a32dad680e58a"}