Mittendrin statt nur dabei

Hafenpost

#Beschäftigte&Sicherheit|  4 Min.

Mittendrin statt nur dabei

Hospitation bei NPorts Emden

Im Sommer absolvierte Annika Schneider eine Hospitation bei NPorts und begleitete Hanne Hollander (Abteilungsleiterin Immobilien in Emden) zwei Wochen lang durch ihren Arbeitsalltag. Warum, wieso, weshalb? Das wollten wir wissen und haben beide zum Interview getroffen. 

Fit für die Zukunft
Annika ist 31 Jahre alt und lebt mit ihrem Mann und ihrer Katze in Hinte. Seit Juli 2016 arbeitet sie bei der Stadt Emden im Fachdienst Personal. Dort ist sie hauptsächlich zuständig für die ganzheitliche Personalbetreuung (Einstellungsverfahren, Gehaltsangelegenheiten, Verrentungen usw.) des Fachbereichs Gesundheit und Soziales, des Jobcenters Emden sowie des Rettungsdienstes DRK/Stadt Emden. 

Ganz besonders am Herzen liegt ihr die Neuauflage der städtischen Führungskräftenachwuchsschulung „Fit für die Zukunft 2.0“. Diese Schulung beinhaltet verschiedene Module, die die Teilnehmer*innen auf entsprechende Führungsaufgaben vorbereiten soll. Darüber hinaus erfährt sie große Unterstützung von ihrem Mentor und Leiter des Fachdienstes Umwelt, Dr. Christian Federolf, mit dem während der gesamten Schulungsreihe ein regelmäßiger Austausch stattfindet. Weitere Bestandteile sind sowohl die Teilnahme an einer Hospitation sowie die Durchführung eines Praxisprojektes. Im Praxisprojekt wird sich Annika mit der Einführung eines gesamtstädtischen standardisierten Onboarding-Prozesses beschäftigen. 

Die Wahl der Hospitationsstelle blieb den Teilnehmer*innen überlassen. Annika wollte auf jeden Fall außerhalb der eigenen Reihen in einem anderen Unternehmen Erfahrungen sammeln. „Für mich war wichtig, in einem anderen Unternehmen Einblicke zu gewinnen. Es sollte regional sein, aber ähnlich strukturiert wie die Stadt Emden. Niedersachsen Ports war wie geschaffen dafür – auch deswegen, weil ich den Hafen sehr mag und schon immer mal hinter die Kulissen blicken wollte. Hanne Hollander konnte sich das gut vorstellen, was mich unheimlich gefreut hat. Und dann ging’s auch schon los.“ 

Die Hospitation dauerte nur zwei Wochen. Diese waren aber sehr intensiv. „Hanne hat mich zu wirklich jedem Termin mitgenommen. Ob Einblicke in das Perspektivpapier für den Seehafen Emden, ein Workshop in Oldenburg zum Thema Nachhaltigkeit, Kundentermine in Emden und und und. Ich habe Einblicke in sehr viele Themen erhalten und konnte hierbei einiges lernen, was mir auch bei der Arbeit für die Stadt Emden gut helfen wird. Beispielsweise habe ich mich mit dem NPorts-Qualitätsmanager ausgetauscht. Derzeit findet bei der Stadt Emden ein Wandel dahingehend statt und daher ist das ein wichtiges Thema für uns. Darüber hinaus habe ich viel zum Thema Nachhaltigkeit erfahren können, wodurch mir vor Augen geführt wurde, in wie vielen Bereichen es Berührungspunkte mit diesem Thema gibt und vor allem, das man auch mit kleinen Schritten Großes bewirken kann.“

Win-win
„Mir war gar nicht bewusst, wie vielseitig die Arbeit im Hafen sein kann. Spannend fand ich, wie Hanne sich als Frau in der vermeintlichen Männerdomäne durchsetzen muss und kann. Sie führt ihre Verhandlungen sehr souverän, geht Kompromisse ein, verkauft sich und damit NPorts aber auch nicht unter Wert. Diese Erfahrung war für mich sehr wertvoll.“

Wie zu erwarten war, hat es ihr auch der Hafen in Emden angetan. „Wie groß der Hafen ist und wie viele Kunden es gibt, war mir vorher gar nicht so bewusst. Hanne hat sich auch die Zeit genommen und eine umfangreiche Hafentour mit mir gemacht. Das weiß ich sehr zu schätzen.“ 

Für Hanne ist das selbstverständlich: „Klar kostet eine Hospitation Zeit, die ich mir nehmen musste. Diese könnte ich natürlich auch anders nutzen – genug zu tun gibt es auf jeden Fall“, lacht sie. „Aber genauso wichtig wie ‚Themen abarbeiten‘ ist es, Kontakte zu knüpfen, sich mit anderen auszutauschen und auch mal über den Tellerrand zu blicken. Nur so kann ich mich und auch NPorts weiterentwickeln. Mir ist es wichtig, neue Wege zu gehen, Themen aus der Vogelperspektive zu betrachten, um die richtige Vorgehensweise sehen zu können und die weiteren Schritte an die aktuelle Zeit anzupassen.“ 

Würde Hanne die Hospitation auch noch einmal anbieten? „Auf jeden Fall. Wie gesagt, der Austausch mit einem anderen Unternehmen kann nie schaden. Außerdem ist mir durch die vielen Fragen von Annika auch mal wieder bewusst geworden, was ich hier eigentlich alles so mache. Manchmal vergisst man das, arbeitet selbstverständlich Dinge weg und achtet gar nicht so sehr darauf, was man alles so geschafft hat. Mir hat die Zeit auf jeden Fall auch sehr viel Spaß gemacht“, freut sich Hanne zum Schluss. Fazit: Die Hospitation war eine buchstäbliche Win-win-Situation. 

 63         von: Katja Mädler

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