Hafenbauprojekte

Mit neuen Kais auf Wachstumskurs

Niedersachsen Ports entwickelt seine See- und Inselversorgungshäfen ständig weiter. Dabei greifen wir auf unsere langjährige Erfahrung in den Bereichen Hafenplanung und Hafenbau zurück. Zahlreiche erfolgreich verwirklichte Hafenprojekte belegen unsere Kompetenz:

Neuer Großschiffsliegeplatz in Brake

In Brake hat der Umschlag von Agrarprodukten stetig zugelegt. Pro Jahr werden mehr als drei Millionen Tonnen angelandet. Um die Kapazitäten des Hafens an die steigenden Umschlagmengen anzupassen, haben wir im Jahr 2015 mit den notwendigen Maßnahmen zur Errichtung eines zweiten Großschiffsliegeplatzes an der Südpier begonnen. Dieser ermöglicht eine Umschlagsteigerung auf rund 4,3 Millionen Tonnen pro Jahr. Für den neuen Liegeplatz werden landseitig die Poller ertüchtigt, die Gleisanlage umgelegt und eine zusätzliche Kranbahn geschaffen. Künftig können damit zwei Großschiffe mit einer Länge bis 270 Metern gleichzeitig abgefertigt werden. Nach einer Sohlvertiefung im Zuge der Weseranpassung ist der neue Liegeplatz für Schiffe mit einem Tiefgang bis 12,80 Meter geeignet. Damit würden zuküftig Schiffe der Panmax-Klasse den Hafen Brake voll abgeladen erreichen oder verlassen können.

Europakai Cuxhaven - Bau des Liegeplatzes 4

Der für Mehrzweckumschlag genutzte Europakai in Cuxhaven ist weitgehend ausgelastet. Um Wartezeiten bei der Abfertigung zu vermeiden, verlängern wir den Kai. Der so entstehende Liegeplatz 4 hat eine Länge von 290 Metern (inklusive einer Schwerlastplattform) und ist für Schiffe mit einem Tiefgang bis maximal 17,30 Metern ausgelegt. Durch den Bau des Kais entstehen rund acht Hektar Flächen für den Umschlagsbetrieb. Aufgrund der erwarteten Nutzung für Offshore, Schwergut und Projektladungen werden Kaje und Umschlagflächen für hohe Belastungen ausgelegt.

Sanierung der Nesserlander Schleuse in Emden

Im Seehafen Emden sanieren wir derzeit die Ende des 19. Jahrhunderts gebaute Nesserlander Schleuse. Die Arbeiten in den Bereichen Außenhaupt, Flutschleuse, Schleusenkammer und Binnenhaupt sind bis auf kleinere Restarbeiten abgeschlossen. Ebenfalls erledigt sind die Betonarbeiten im Bereich der Trogstrecke. Der Einbau der Brückenklappe, der Pylone und der Waagebalken im Sommer 2017 erfolgte reibungslos.

Bis Ende des Jahres wird die komplette Schleusenanlage elektrotechnisch und hydraulisch ausgerüstet, der Straßenbau zwischen Schleusenanlage und Borkumkai hergestellt und die Flächen auf der Schleuseninsel befestigt.

Die erste Schiffsdurchfahrt ist für Ende Dezember 2017 geplant. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Schleuse über eine nutzbare Breite von 18 Metern, eine Tiefe von minus sieben Metern unter Normalnull und eine Länge von 170 Metern verfügen.

Umstrukturierung am Nord-Ost Kai in Norddeich

Durch die Zunahme der Schiffsverkehre sowie die wachsende Größe der Schiffe, werden im Hafen Norddeich weitere Liegeplätze benötigt. Daher funktionieren wir ein circa 68 Meter langes Teilstück des östlichen Leitdammes in der Hafenzufahrt zur Kaje um. Die so entstehende neue Kaje wird später Platz für beispielsweise zwei Offshore-Versorgungsschiffe bieten und dieses Hafensegment vor Ort weiter stärken. Zusätzlich erhöhen wir die angrenzende 70 Meter lange Kaiwand um 50 Zentimeter, um zwei weitere tideunabhängige Liegeplätze zu schaffen.

Die Erweiterung der Kaianlage an der Hafenzufahrt erfolgt durch den Ausbau des östlichen Leitdammes in nördlicher Richtung. Es wird eine rückverankerte Stahlspundwand und eine circa zehn Meter breite Kaifläche errichtet. Aufgrund der Nähe zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist ein Sichtschutz für die Fauna erforderlich. Hierfür wurde ein Steinwall aufgeschüttet, der eine räumliche Abgrenzung zwischen dem Hafenbereich und dem Nationalpark schafft. Der Abschluss der Baumaßnahmen ist für Mitte 2018 geplant.

Neuer Schutz für die Niedersachsenbrücke in Wilhelmshaven

Die Niedersachsenbrücke wurde 1972 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Sie versorgt mit der dort angelandeten Steinkohle nicht nur das Kohlekraftwerk in Wilhelmshaven, sondern Werke in ganz Deutschland. Nun ist es an der Zeit, die Korrosionsschutzbeschichtung zu erneuern. Sie schützt die Gründungspfähle vor Umwelteinflüssen und sorgt somit für eine längere Lebensdauer des Bauwerks.

Innerhalb von fünf Jahren werden wir die Schutzbeschichtung an circa 700 Gründungspfählen unterhalb der Niedersachsenbrücke komplett erneuern. Damit ist eine Fläche von etwa 7000 m² neu zu beschichten - das sind etwa acht Fußballfelder. Der Startschuss für die Instandsetzung fiel am 22. Mai 2017. Die Arbeiten werden ausschließlich in den sturmflutfreien Zeiten zwischen Mai und September durchgeführt und voraussichtlich im Herbst 2021 abgeschlossen.

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