Niedersachsen Ports begrüßt die Entscheidung der Bundeswehr, den Seehafen Emden als Standort für einen neuen Marinehafen auszuwählen. Die Standortwahl stärkt die sicherheits- und verteidigungspolitische Infrastruktur Deutschlands und eröffnet dem Hafen Emden sowie der maritimen Wirtschaft in Niedersachsen neue Entwicklungsperspektiven. Mit dem heute unterzeichneten Letter of Intent schaffen Bund, Land und Stadt den Rahmen für die weitere Umsetzung des Vorhabens am Standort Knock/Rysumer Nacken. Niedersachsen Ports wird als landeseigene Hafengesellschaft in diesen Prozess einbezogen.
Holger Banik, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG sowie der JadeWeserPort Gesellschaften: „Als Betreiberin der öffentlichen Hafeninfrastruktur werden wir gemeinsam mit dem Land Niedersachsen, dem Bund und der Bundeswehr, der Stadt Emden sowie den Unternehmen im Hafen die nächsten Schritte sorgfältig vorbereiten.“
Fachliche Umsetzungskompetenz
Bei der Umsetzung bedeutender Infrastrukturprojekte verfügt Niedersachsen Ports über Erfahrung.
„Niedersachsen Ports hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass wir Hafeninfrastruktur auch unter besonderen zeitlichen und organisatorischen Anforderungen schnell und verlässlich entwickeln können. Planung, Genehmigung und Realisierung gelingen dabei nur im engen Zusammenspiel mit Bund, Land, Kommunen, Behörden und weiteren Partnern. Diese Erfahrung bringen wir in die weitere Entwicklung des Standorts Knock/Rysumer Nacken ein“, erklärt Holger Banik.
Auch im Flächenmanagement verfügt Niedersachsen Ports über langjährige Erfahrung. Rund 2.700 Hektar Land- und Wasserfläche befinden sich im Eigentum des Unternehmens. Die Entwicklung, Verwaltung und Bereitstellung von Flächen für hafenaffine Industrie-, Gewerbe- und Infrastrukturvorhaben gehört zu den Kernaufgaben von NPorts.
Entwicklungsperspektiven für den Hafen Emden
Der Emder Hafen übernimmt bereits heute zentrale Aufgaben für die Automobil- und Energiewirtschaft sowie für den Umschlag von Offshore-Windenergiekomponenten, Stückgut, Projektladung und industriellen Erzeugnissen.
Der neue Marinehafen kann diese Bedeutung zusätzlich stärken und positiv auf die Weiterentwicklung der Infrastruktur einwirken.
Insbesondere bei Flächen, Kaianlagen sowie den wasser- und landseitigen Verkehrsanbindungen ergeben sich Möglichkeiten, den Standort insgesamt leistungsfähiger und widerstandsfähiger aufzustellen.
Emden bietet als leistungsfähiger Universal- und RoRo-Hafen sehr gute Voraussetzungen für diese verantwortungsvolle Aufgabe. Der Hafen an der Ems hat langjährige Erfahrung im Umschlag von Fahrzeugen, Projektladungen und schweren Gütern. Die vorhandenen logistischen Strukturen, die Lage und das Flächenangebot schaffen eine belastbare Grundlage für die weitere Planung.
Über Niedersachsen Ports
Niedersachsen Ports ist die Hafeninfrastrukturgesellschaft des Landes Niedersachsen. Das Unternehmen ist Eigentümer und Betreiber von fünf großen Seehäfen, sieben Inselversorgungshäfen und drei Regionalhäfen. NPorts unterhält die Hafenanlagen und Hafenflächen, entwickelt sie bedarfsgerecht weiter und vermarktet Gewerbe- und Industrieimmobilien in den Häfen.
Niedersachsen Ports verfügt über umfassende Erfahrung in der schnellen und verlässlichen Umsetzung komplexer Hafeninfrastruktur. Mit der LNG-Infrastruktur in Wilhelmshaven 2022 und dem Anleger für verflüssigte Gase in Stade 2023 hat NPorts in der Energiekrise zentrale Projekte in sehr kurzer Zeit realisiert. Mit dem Ausbau der Liegeplätze 5 bis 7 in Cuxhaven setzt das Unternehmen zugleich eines seiner größten Infrastrukturprojekte für die Energiewende um.
In Emden verfügt Niedersachsen Ports dabei über das größte Flächenpotenzial: Rund 1.221 Hektar Hafenflächen stehen am Standort zur Verfügung, davon sind aktuell rund 607,5 Hektar frei für die Vermarktung. Hinzu kommen rund 331 Hektar Kompensationsflächen. Damit bietet Emden außergewöhnliche Voraussetzungen, um großflächige Infrastrukturvorhaben und neue industrielle oder logistische Nutzungen langfristig zu entwickeln.
Foto (NPorts/Falcon Crest):
Luftaufnahme des Rysumer Nackens an der Emsmündung bei Emden. Auf dem Gelände soll der neue Marinestützpunkt entstehen. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius gab die Standortentscheidung am 5. Oktober 2026 in Emden bekannt.