Außenhaupttor der Braker Schleuse wieder in Bewegung

Brake |

Die Sanierung des Außenhaupttores der Braker Schleuse geht in die Schlussphase. Nach dem erfolgreichen Ausdocken folgen nun die abschließenden Arbeiten für die Rückkehr in den Regelbetrieb.

Nach fast sechs Monaten Sanierung in der Torkammer bewegt sich das Außenhaupttor der Braker Schleuse wieder: Am 24. September hat Niedersachsen Ports (NPorts) das umfassend instandgesetzte Tor erstmals wieder aus der Kammer gefahren. Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten damit noch nicht. In den kommenden Wochen folgen unter anderem Einstellungen an der Hydraulik, die Montage der Geländer und die Erneuerung des Belags auf dem Tor. Mitte Oktober soll das Außenhaupttor nach derzeitiger Planung wieder in den Regelbetrieb gehen.

Seit dem 1. April 2026 hat NPorts das Außenhaupttor in der angrenzenden Torkammer grundlegend ertüchtigt. Dafür fuhr das Team das Tor zunächst in die Kammer und trennte es unter anderem von Hydraulik- und Stromleitungen. Anschließend konnten die Fachfirmen die alte Konservierung entfernen und das Tor detailliert bearbeiten.

Die Sanierung ging dabei weit über eine neue Beschichtung hinaus: NPorts erneuerte beschädigte oder verschlissene Stahlbauteile sowie Maschinenelemente wie Schrauben, Bolzen, Muttern und Lager. Hinzu kamen neue Laufräder und neue Dichtleisten aus Eichenholz. Auch die Hydraulik wurde umfassend modernisiert. Da für die Technik aus den 1980er Jahren teilweise keine Ersatzteile mehr erhältlich waren, kamen neue Komponenten nach aktuellem Stand der Technik zum Einsatz.

Überraschungen unter der alten Beschichtung

Trotz der umfangreichen Voruntersuchungen zeigte sich der tatsächliche Zustand einzelner Bauteile erst während der Arbeiten. Nach dem Entfernen der alten Beschichtung kamen an drei großen Laufrädern der Schütztafeln Schäden an den Laufflächen zum Vorschein. Die Räder konnten nicht weiterverwendet werden und mussten zusätzlich erneuert werden. Das wirkte sich auf den eng getakteten Bauablauf aus: Ursprünglich sollte das Tor bereits zum 15. September ausgedockt werden.

„Wenn sich ein Schleusentor nach fast sechs Monaten intensiver Arbeit zum ersten Mal wieder aus der Torkammer bewegt, ist das für das gesamte Projektteam ein besonderer Moment“, sagt Projektleiterin Kathrin Dibke. „Jetzt konzentrieren wir uns auf die letzten Arbeiten, damit das Außenhaupttor Mitte Oktober wieder regulär seinen Dienst aufnehmen kann.“

Zwei Tore, ein umfangreiches Sanierungsprogramm

Die Arbeiten am Außenhaupttor bauen auf den Erfahrungen aus der Sanierung des Binnenhaupttores auf. Dieses hatte NPorts 2025 umfangreich instandgesetzt. Insbesondere bei der Hydraulik und den Geländern ergaben sich damals zusätzliche Anforderungen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse und technischen Unterlagen flossen anschließend in die Planung und Ausschreibung für das Außenhaupttor ein.

Die Grundlage für beide Sanierungen schuf NPorts bereits im Vorfeld. Das Binnenhaupttor wurde 2024, das Außenhaupttor im Frühjahr 2025 trockengelegt und eingehend untersucht. Dabei entstanden unter anderem 3D-Modelle, aus denen die Fachplaner detaillierte Pläne und Zustandsfeststellungen ableiteten.

Verbindung zwischen Weser und Binnenhafen

Die Schleuse Brake verbindet den Kanal- und Binnenhafen mit der Weser und ist damit die Zufahrt zum Braker Binnenhafen. Sie ging 1980 in Betrieb. Zu ihren regelmäßigen Nutzern zählen vor allem die im Kanal- und Binnenhafen ansässigen Unternehmen und Vereine, darunter ein Fischereiunternehmen und der örtliche Sportbootverein. Darüber hinaus nutzen Binnenschiffe den Kanal- und Binnenhafen zeitweise als Liegeplatz oder zum Überwintern.

Eine weitere wichtige Aufgabe der Schleuse reicht über die Schifffahrt hinaus: Aufgrund ihrer Lage in der Deichlinie ist sie Bestandteil des Hochwasserschutzes. Gerade beim Außenhaupt beeinflusst diese Funktion die Planung und den zeitlichen Rahmen der Sanierungsarbeiten.
Nach mehr als 45 Betriebsjahren bringt NPorts die Anlage deshalb Schritt für Schritt technisch auf den aktuellen Stand. Neben den beiden Schleusentoren umfasst das mehrjährige Sanierungsprogramm auch die Niederspannungs- und Steuerungstechnik sowie die Schleusenkammer.

2027 geht es in der Schleusenkammer weiter

Nach Binnen- und Außenhaupt folgt im kommenden Jahr der nächste und letzte große Abschnitt. Ab April 2027 wird NPorts die Schleusenkammer, also die Verbindung zwischen den beiden Toren, konservieren. Den Zustand der Kammer hatte NPorts bereits 2024 im Zuge einer Bauwerksprüfung im Trockenen untersuchen lassen. Die Ausschreibungsunterlagen für die Arbeiten werden noch dieses Jahr veröffentlicht.

 

Bildtext:
Nach fast sechs Monaten Sanierung wieder in Bewegung: Am 24. September 2026 fuhr NPorts das umfassend instandgesetzte Außenhaupttor der Braker Schleuse erstmals wieder aus der Torkammer. In den kommenden Wochen folgen die abschließenden Arbeiten. (Foto: Lena Jahn/NPorts)

Ihr Kontakt zur Presseabteilung

Dörte Schmitz, Leitung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Kontakt

Dörte Schmitz
Leitung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Niedersachsen Ports GmbH & Co.KG

Zentrale Oldenburg
Hindenburgstraße 26 - 30
26122 Oldenburg

presse@nports.de