Hohe Investitionen und neue Planungen für die niedersächsischen Seehäfen

Oldenburg |

Strategische Hafenentwicklung für Wachstum, Energiewende und Sicherheit

Niedersachsen Ports (NPorts) investiert im Jahr 2026 weiterhin auf einem hohen Niveau in die Entwicklung der niedersächsischen Seehäfen. Insgesamt 153 Millionen Euro sind für Investitionen in die Hafeninfrastruktur vorgesehen. Hinzu kommen weitere 69 Millionen Euro für die Wartung und Reparatur der bestehenden Hafenanlagen, um deren Leistungsfähigkeit langfristig zu sichern.

Die Investitionen stehen im Zusammenhang mit der strategischen Rolle der Häfen für Wirtschaft, Energieversorgung und Sicherheit. In Emden entsteht ein Großschiffliegeplatz, um steigenden Umschlag zu bedienen. In Cuxhaven wird die Infrastruktur für Offshore-Windenergie erweitert. Die Projekte zeigen die Rolle der Häfen für Wachstum und Energiewende.
„Während wir große Infrastrukturprojekte umsetzen, bereiten wir bereits die nächsten Entwicklungsschritte vor“, sagt Holger Banik, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG sowie der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG.

Hafeninfrastruktur entsteht über lange Zeiträume. Entwicklungen müssen daher früh aufgenommen werden, um auf neue wirtschaftliche, energie- und sicherheitspolitische Anforderungen reagieren zu können.

Zusätzliche Mittel beschleunigen wichtige Vorhaben 

Zusätzliche finanzielle Mittel aus dem Landeshaushalt sowie aus dem Landesanteil des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität in Höhe von 375 Millionen Euro ermöglichen es, 21 zentrale Projekte anzuschieben und umzusetzen. Maßnahmen, die ansonsten erst zu einem späteren Zeitpunkt realisiert worden wären, können dadurch früher aufgenommen werden. Die Investitionen unterstützen insbesondere die Modernisierung der Hafeninfrastruktur sowie die Transformation der Häfen hin zu klimaneutralen Orten. Als neues Projekt kann NPorts mit den zukünftigen Mitteln z.B. in Wilhelmshaven ein Multipurpose-Terminal (MPT) planen, das an den bestehenden JadeWeserPort anschließt.

Konkrete Projekte in Planung und Umsetzung

Zu den derzeit laufenden beziehungsweise vorbereiteten Maßnahmen zählen unter anderem:

Brake: Die Planungen für den Bau eines dritten Liegeplatzes am Niedersachsenkai umfassen die Kaianlage, Verkehrsflächen und Gleisanlagen. Ziel ist es, das Verfahren Anfang 2028 mit einem Planfeststellungsbeschluss abzuschließen. Hinzu kommen am Standort Brake ab 2026 Planungen für die Sanierung des Braker Sieltiefs zur Entwässerung des Hinterlandes. Der rund 53 Meter lange Tunnel verbindet das Braker Siel mit der Weser und wird umfassend saniert. 
Nach Fertigstellung des Binnentores wird in diesem Jahr das Außentor der Braker Seeschleuse komplett saniert. 
Zur Kapazitätserweiterung und Verbesserung des Hafenbahnbetriebs werden die Gleise der beiden Vorstellgruppen in Teilen elektrifiziert, um die Zugbildung künftig direkt auf der Hafenbahn zu ermöglichen. Zudem werden weitere 3,5 Hektar öffentliche Lagerfläche am Niedersachsenkai geschaffen.

Cuxhaven: Der Bau der drei neuen Liegeplätze 5, 6 und 7 mitsamt der zugehörigen 38 Hektar Terminalflächen hat 2025 begonnen. Die Rammarbeiten für die Spundwand sind abgeschlossen. Seit Mitte März wird in diesem Bereich Sand aufgespült, um die Grundlage für die neue Terminalfläche zu schaffen. 
Für eine Schwerlastbrücke erstellt NPorts für die Stadt Cuxhaven eine Entwurfsplanung. Die Brücke verbindet Umschlag- und Gewerbeflächen sowie das Siemens-Gamesa-Werk mit der Bundesstraße 73 und stärkt die Infrastruktur für die Offshore-Industrie. Im Oktober ist vorgesehen, die Modernisierung der Alten Liebe zu beginnen, sodass sie im nächsten Jahr für die Öffentlichkeit wieder begehbar ist.

Stade: Der Hafen Stade hat Entwicklungsmöglichkeiten. Für eine Hafenerweiterung in Richtung Norden laufen Planungen für den Antrag zur Planfeststellung. Ziel ist es, eine Baugenehmigung bis 2027 zu erhalten. Dafür werden Baugrunduntersuchungen sowie Kampfmittelsondierung durchgeführt und verschiedene Gutachten erstellt.

Emden: Die Sanierung der Großen Seeschleuse ist auf zehn Jahre angelegt. Erste Arbeiten sind abgeschlossen. Im Herbst 2026 wird ein Reservetor geliefert, das den Betrieb der Schleuse im Notfall sichern soll. Parallel schreitet der Bau des Großschiffliegeplatzes voran, während für den Außenhafen weitere Projekte vorbereitet werden. Dazu zählen die Anpassung des Emskais an die künftige Tidesteuerung sowie die Planungen für den Bau einer neuen Kaianlage mit zusätzlicher Terminalfläche am Wybelsumer Polder.

Inselhäfen: Am Hafen Wangerooge haben die Arbeiten zur Erneuerung des Inselversorgungshafens begonnen. Um Platz für das neue Hafenbetriebsgebäude zu schaffen, wurde ein Teil der Pfahlbauwerke zurückgebaut. Der Ferienreiseverkehr zu Ostern wird durch die Baumaßnahmen nicht beeinträchtigt. In Norddeich wird 2026 der Leitdamm saniert, um die sichere Hafenzufahrt zu gewährleisten. Auf Norderney werden die Dalben der Schwerlastrampe erneuert.

Wilhelmshaven: In Wilhelmshaven beginnt 2026 die Planung für ein tideunabhängiges Multipurpose Terminal.
Das Terminal erweitert die bestehenden Hafenanlagen des JadeWeserPorts und schafft zusätzliche Kapazitäten für Container, Schwergut, Projektladungen, Offshore-Komponenten und militärische Transporte.
Die Planungen für die weitere Anlegerstruktur, den Anleger für verflüssigte Gase Wilhelmshaven (AVG WHV), werden fortgeführt. Ziel ist es, im vierten Quartal 2027 mit dem Bau beginnen zu können. Voraussetzung dafür sind eine Plangenehmigung, eine gesicherte Finanzierung sowie entsprechende Nutzungsverträge.
 

Hinweis: Bildmaterial finden Sie in unserer digitalen Pressemappe

Bildtext: Zogen in einer gemeinsamen Pressekonferenz Bilanz für 2025 (von links): Inke Onnen-Lübben, Geschäftsführerin der Seaports of Niedersachsen GmbH, Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, und NPorts-Geschäftsführer Holger Banik. (Bild: Andreas Burmann/NPorts) 
 

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Dörte Schmitz, Leitung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Dörte Schmitz

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