Letzter Schritt am Binnentor: Braker Schleuse erhält ihr Geländer

Aktuell ersetzt eine Gerüstkonstruktion das für eine Überwegung des Schleusenbinnentores erforderliche Geländer. Dieses soll nun nachgerüstet werden. Eine rund zweiwöchige Sperrung der Schleuse für die Schifffahrt und für Passanten wird nötig.

An der Braker Schleuse steht der nächste Schritt der umfangreichen Sanierung an: Das bislang fehlende Geländer am Binnentor wird installiert. Ab Montag, 6. Juli, sind daher weder Schleusungen für Schiffe noch die Überquerung des Tores für Fußgänger und Radfahrer möglich. Nach derzeitiger Planung soll das Binnentor voraussichtlich am Montag, 20. Juli, wieder in Betrieb gehen. Ab dann können Dockschleusungen nach Absprache und abhängig von der Tide erfolgen. Auch die Überquerung des Tores wird wieder möglich sein.

Bereits im vergangenen Jahr ist das Binnentor der Braker Schleuse umfangreich instandgesetzt und saniert sowie mit moderner Elektrik und Steuerungstechnik ausgestattet worden. Das für die Überwegung erforderliche Geländer konnte jedoch aufgrund von Lieferschwierigkeiten bei Bauteilen der Antriebstechnik zunächst nicht montiert werden.

Seit Beginn der Arbeiten am Schleusenaußentor am 1. April dieses Jahres – darunter die Erneuerung der Konservierung, der Laufräder und der Torhydraulik – bestand keine Möglichkeit mehr, die Schleusentore zu überqueren. „Diese Situation hat insbesondere für Fußgänger und Radfahrer zu erheblichen Einschränkungen geführt“, erklärt Christian Helten, Leiter der NPorts-Niederlassung Brake. „Wir haben uns deshalb entschieden, mithilfe einer provisorischen Gerüstkonstruktion das fehlende Geländer zu ersetzen, auch wenn dies für unser Team mit erheblichem Mehraufwand verbunden ist.“ Denn für jeden Schleusengang muss die Konstruktion auf- und anschließend wieder abgebaut werden.

Während der bevorstehenden Sperrung werden das neue Geländer montiert, die Antriebstechnik fertiggestellt und abschließend ein Antirutschbelag aufgebracht. „Wir wissen, dass die Arbeiten erneut Einschränkungen mit sich bringen. Gemeinsam mit unserem Dienstleister haben wir den Bauablauf so optimiert, dass die Sperrung auf das notwendige Maß begrenzt bleibt“, sagen Projektleiterin Kathrin Dibke und Bauleiter Marc Dörger (beide NPorts Brake). „Wir bitten alle Betroffenen um Verständnis. Die Arbeiten sind notwendig, damit die Schleuse auch künftig für Schiffe, Fußgänger und Radfahrer sicher genutzt werden kann.“

Hintergrund

Die Schleuse in Brake wurde 1980 in Betrieb genommen und dient seit mehr als 45 Jahren als Zufahrt zum Binnenhafen. Aufgrund ihrer Lage in der Deichlinie übernimmt sie zugleich eine wichtige Funktion für den Hochwasserschutz. Das Alter der Anlage macht umfangreiche Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten erforderlich. Neben der erstmaligen Konservierung der Schleusentore und der Schleusenkammer werden die Niederspannungs- und Steuerungstechnik erneuert, um die Betriebssicherheit langfristig zu gewährleisten. Aufgrund des Umfangs der Arbeiten erfolgt die Sanierung über drei Jahre. Arbeiten am Außentor können zudem nur außerhalb der Hochwasserschutzsaison zwischen dem 15. April und dem 15. September durchgeführt werden..

 

Bildtexte:

Binnentor:
Eine provisorische Gerüstkonstruktion ermöglicht derzeit die Überquerung des Binnentores der Braker Schleuse. (Bilder: Jahn/NPorts)

 

Baustelle:
Bauleiter Marc Dörger begutachtet das Außentor der Braker Schleuse. (Bild: Walther/NPorts)

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