Zukunft des Emder Hafens wächst im Außenhafen

Pressemitteilung |

Bei einer Baustellenbegehung hat sich der Aufsichtsrat von Niedersachsen Ports einen Eindruck vom aktuellen Stand der Arbeiten am neuen Großschiffliegeplatz verschafft.

Der Aufsichtsrat der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG (NPorts) hat sich an diesem Montag, 15. Juni, im Anschluss an seine Sitzung in Emden vor Ort über den Fortschritt der Bauarbeiten am neuen Großschiffliegeplatz im Emder Außenhafen informiert. Das Infrastrukturprojekt mit einem Investitionsvolumen von rund 70 Millionen Euro ist ein zentrales Vorhaben des Masterplans Ems 2050 und soll die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Emder Hafens sichern.


Bei einem Rundgang über die Baustelle erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrates einen Überblick über den aktuellen Stand der Arbeiten. Der Großschiffliegeplatz entsteht auf einer Länge von rund 337 Metern und wird künftig die Abfertigung großer Fahrzeug- und Stückgutschiffe ermöglichen.

Baufortschritt bei rund 25 Prozent

Auf der Baustelle wurden in den vergangenen Monaten wichtige Meilensteine erreicht. Sämtliche 83 Tragrohre für das neue Kajenbauwerk wurden bereits eingerüttelt und nachgerammt. Darüber hinaus sind aktuell acht von insgesamt 42 Tragprofilen eingebaut. Als nächster Schritt beginnt zeitnah der Einbau der Zwischenbohlen.


Für das Projekt wurden bislang rund 3.700 Tonnen Stahl auf die Baustelle geliefert, von denen bereits etwa 2.900 Tonnen verbaut sind. Zudem wurden rund 31.000 Kubikmeter Material gebaggert. Die wasserseitige Kampfmittelsondierung ist mit rund 7.200 untersuchten Verdachtspunkten weitgehend abgeschlossen.


Auch an der bestehenden Infrastruktur wurden Arbeiten durchgeführt: Der Leinensteg am Emskai wurde zurückgebaut, die neuen Sturmpoller sind bis auf abschließende Asphaltarbeiten fertiggestellt. In den kommenden Tagen beginnt der Rückbau des Deckwerks.


Insgesamt liegt der Baufortschritt derzeit bei rund 25 Prozent. Auf der Baustelle sind aktuell etwa 35 Beschäftigte im Einsatz. Die Arbeiten verlaufen insgesamt im Rahmen der Projektplanung. Sowohl die Kosten als auch das Ziel einer Fertigstellung im Jahr 2027 bleiben unverändert bestehen.


Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen und Vorsitzender des NPorts-Aufsichtsrates, sagte: „Leistungsfähige Häfen sind ein entscheidender Standortfaktor für Niedersachsen. Der Großschiffliegeplatz in Emden stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unseres größten Seehafens für den Fahrzeugumschlag und schafft die Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Es ist erfreulich zu sehen, dass die Arbeiten sichtbar voranschreiten.“


NPorts-Geschäftsführer Holger Banik erklärte: „Die Arbeiten laufen in enger Abstimmung mit allen Beteiligten und machen sichtbar Fortschritte. Mit dem neuen Liegeplatz stärken wir die Zukunftsfähigkeit des Hafens Emden und schaffen die Voraussetzungen, um auch kommende Anforderungen unserer Kundinnen und Kunden zuverlässig erfüllen zu können.“


Der Großschiffliegeplatz ist Bestandteil des Masterplans Ems 2050. Er schafft die infrastrukturellen Voraussetzungen, um die Auswirkungen der geplanten Tidesteuerung auf die Hafenlogistik auszugleichen und gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung des Hafenstandorts Emden langfristig zu sichern. Der neue Liegeplatz wird für Schiffe bis zu 265 Metern Länge, 36,5 Metern Breite und 10,70 Metern Tiefgang ausgelegt.


Die Fertigstellung des Projekts ist für das Jahr 2027 vorgesehen.

 

Baustellenbegehung:

Besichtigten die Baustelle in Emden: Die Aufsichtsratsmitglieder (von rechts) Stefan Gatena, NPorts, Uwe Jacob, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Tobias Kulisch, Niedersächsisches Finanzministerium, Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Prof. Dr. Kerstin Lange, Jade Hochschule Elsfleth, Anka Dobslaw, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, und Birgit Diers (4. von links), Niedersächsisches Finanzministerium, gemeinsam mit (von links) Aiko Hollander, Holger Banik, Werner Repenning, Hendric Maasch und Volker Weiß (alle NPorts). (Foto: Andreas Burmann/NPorts)

 

Baustelle:

Der Großschiffliegeplatz entsteht auf einer Länge von rund 337 Metern und wird künftig die Abfertigung großer Fahrzeug- und Stückgutschiffe ermöglichen. (Foto: Andreas Burmann/NPorts)

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Dörte Schmitz, Leitung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

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